Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die Europäische Union beabsichtige, die Sanktionen gegen Russland in den kommenden Monaten erheblich auszuweiten.
In einem Interview mit der deutschen Zeitung „Die Welt“ betonte sie, dass die bereits bestehenden Maßnahmen die russische Wirtschaft schwer getroffen hätten.
„Die europäischen Sanktionen haben Russland bereits teuer zu stehen bekommen und seine Kriegsmaschine um mehr als 1 Billion Euro gebracht. Im Herbst werde ich die weitreichendsten Sanktionslisten seit Beginn des Krieges vorschlagen“, so Kallas.
Ihr zufolge werde die Gesamtzahl der sanktionierten russischen Organisationen nach Verabschiedung der neuen Maßnahmen sofort um ein Drittel steigen.
Der Druck müsse so lange erhöht werden, bis Moskau den Krieg beende, fügte sie hinzu.
Kallas machte keine Angaben zu einem genauen Zeitplan oder den Details des bevorstehenden Pakets.
Es sei daran erinnert, dass die Europäische Union im Juli ihr 21. Sanktionspaket verabschiedet hatte, das Beschränkungen für den russischen Bankensektor und Kryptowährungsnetzwerke vorsieht.
Sanktionen bleiben seit den ersten Monaten des Konflikts ein wichtiges Druckmittel gegen Russland.
Kallas stellte klar: Die Arbeit an neuen Restriktionen ist bereits im Gange, und der Herbst wird die Zeit ihrer aktiven Umsetzung sein.

