Fast zweitausend Menschen tranken gleichzeitig Malört – und überlebten

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Fast zweitausend Menschen tranken gleichzeitig Malört – und überlebten-1

Chicago hat erneut bewiesen, dass es fragwürdige Entscheidungen in ein Stadtfest verwandeln kann.

Fast zweitausend Menschen – 1 969 Teilnehmer – hoben gleichzeitig ihre Gläser mit Malört, einem der berühmtesten und zugleich umstrittensten Getränke der Stadt, und tranken sie gemeinsam für einen Guinness-Rekord.

Klingt nach Spaß.

Wenn man nicht weiß, dass Malört seit langem für seinen Geschmack berüchtigt ist, den seine Fans als „charakteristisch“ bezeichnen und weniger diplomatische Menschen als etwas zwischen Medizin, Wermut, verbranntem Gummi und persönlichem Verrat.

Und nun haben sich 1 969 Menschen freiwillig entschieden, das gleichzeitig zu erleben.

Die bitterste Minute Chicagos

Die Teilnehmer stellten sich mit ihren Gläsern auf, warteten auf das Signal und tranken synchron.

Danach begann wohl der interessanteste Teil des Rekords – die Gesichtsausdrücke.

Manche lächelten heldenhaft.

Manche starrten ins Leere.

Manche überdachten wohl innerhalb weniger Sekunden alle ihre Lebensentscheidungen.

Aber zurücktreten war zu spät: Der Rekord war bereits aufgestellt.

Guinness erkannte den massenhaften synchronen Shot an, und Chicago hat wieder einen Grund, stolz auf sich zu sein.

Oder nachzudenken.

Warum überhaupt Malört?

Weil Malört für Chicago bereits fast ein kulturelles Phänomen ist.

Man trinkt ihn nicht so sehr zum Vergnügen, sondern eher für die Erfahrung. Es ist ein Getränk, das eine Herausforderung darstellt.

So etwas wie eine gastronomische Frage:

„Na, traust du dich?“

Genau deshalb wirkt die Idee, fast zweitausend Menschen zu versammeln und sie gleichzeitig Malört trinken zu lassen, perfekt chicagoesk.

In anderen Städten stellt man Rekorde im Massentanz, bei Umarmungen oder beim Pizzaessen auf.

In Chicago entschied man sich anders:

Lasst uns allen gleichzeitig bitter werden.

Rekord der Willenskraft

Das Schönste an dieser Geschichte ist nicht einmal die Zahl 1 969.

Sondern dass all diese Menschen freiwillig dorthin kamen.

Niemand wurde gezwungen.

Sie kauften selbst ein Ticket, kamen, erhielten einen Shot und sagten:

„Ja. Genau so möchte ich meinen heutigen Abend verbringen.“

Und dafür gebührt ihnen wohl wirklich ein Weltrekord.

Nicht so sehr für den Massenkonsum von Malört.

Vielmehr für den kollektiven Mut.

Und vielleicht für die größte Anzahl von Menschen, die gleichzeitig dachten:

„Warum habe ich das getan?“

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Quellen

  • Dailyweirdnews

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