Während eines unerwarteten Aktivitätsausbruchs auf der Sonne ereignete sich am 25. August 2026 eine Serie heftiger Fackeln, die im Ausmaß das Monatsergebnis fast verdoppelten. Die aktive Region AR4513, die sich im Zentrum der sichtbaren Sonnenscheibe befindet, entließ zunächst drei Fackeln der Klasse M (M1.7–M1.9) und erzeugte dann die stärkste dieser Welle – eine Fackel der Klasse M7.0 um 10:02 UTC. Dieser Energieausbruch wurde von einem Plasmaauswurf in den Weltraum begleitet und verursachte Funkstörungen über Afrika, Europa und dem Nahen Osten.
Die Klasse M auf der GOES-Skala bedeutet mittlere Stärke: Solche Fackeln können den Kurzwellenfunk stören und Störungen im Magnetfeld der Erde hervorrufen. Die Störungen betrafen genau die Regionen, in denen die Sonne während des Fackelhöhepunkts hoch über dem Horizont stand – das ist ein grundlegender Mechanismus: Die Röntgen- und Ultraviolettstrahlung der Fackel wirkt nur auf der Tagseite des Planeten direkt auf die Ionosphäre. Die Region AR4513 mit ihrer komplexen Magnetkonfiguration vom Typ beta-gamma-delta ist eine klassische Quelle solcher starken Ausbrüche.
Bemerkenswert ist, dass diese aktive Region vor etwa einer Woche auf die sichtbare Seite der Sonne trat, aber bis zum 25. August fast erschöpft schien und nur begrenzte Aktivität zeigte. Die plötzliche Wiederbelebung intensiver Fackelaktivität überraschte die Experten und zwang zu einer Neubewertung der Risiken. Die Position von AR4513 fast im Zentrum der Scheibe erhöhte die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass der koronale Massenauswurf (KMA) direkt auf die Erde gerichtet ist, wo er unsere Planeten etwa 15–72 Stunden nach der Fackel erreichen könnte.
Der Mechanismus einer Sonnenfackel ist einfach, aber im Ausmaß katastrophal: Magnetfelder in der Photosphäre sind instabil, sie verwickeln sich und ordnen sich plötzlich neu, wobei kolossale Energie freigesetzt wird. Ein Teil davon entweicht als elektromagnetische Strahlung (Röntgen- und Ultraviolettstrahlen), ein Teil als Plasma, das einen KMA bilden kann. Die elektromagnetische Strahlung erreicht die Erde in etwa 8,3 Minuten, daher enthält die registrierte Zeit bereits diese minimale Verzögerung der Lichtausbreitung.
Zum Zeitpunkt der Fackel bleibt die geomagnetische Lage relativ ruhig: Der Kp-Index beträgt etwa 3, was auf das Fehlen ernsthafter Störungen hindeutet. Die Prognosen für die kommenden Tage enthalten noch keine Bewertung des Einflusses eines möglichen KMA von M7.0, daher bleiben alle Berechnungen der Ankunftszeit des Plasmas vorläufig. Spezialisten des Labors für Sonnenastronomie des IKI RAS stellen fest, dass die Fackeln bisher unter der Schwelle der Klasse X (maximal) bleiben, obwohl sie zunehmen, und die potenziellen geomagnetischen Folgen die Kategorie G3 nicht überschreiten sollten. Ein schneller Sonnenwind von koronalen Löchern, der nicht mit dieser Fackel zusammenhängt, wird später erwartet – 27–28. August.
Solche Ereignisse zeigen deutlich die enge Verbindung unserer Technosphäre mit der Aktivität des nächsten Sterns. Funkstörungen, GPS-Ausfälle, Unterbrechungen im Betrieb von Kommunikationssatelliten und Stromnetzen – all das sind direkte Folgen der magnetischen Aktivität der Sonne, die wir nur beobachten und vorhersagen können und auf die wir uns im Voraus vorbereiten müssen. Die ständige Überwachung des Weltraumwetters ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit zum Schutz der kritischen Infrastruktur der modernen Welt.

