Im Juli 2026 erschien auf der Joe Rogan Experience eine Episode mit Timothy Alberino – einem Autor, Dozenten und Erforscher antiker Rätsel. Das Gespräch drehte sich um eine der beunruhigendsten und beständigsten Geschichten der modernen Folklore – den sogenannten Giganten von Kandahar. Alberino sprach dieses Thema nicht zum ersten Mal an, aber diesmal klangen die Details, gestützt auf Zeugenaussagen von Militärangehörigen, besonders lebendig.
Der Erzählung zufolge begann alles im Jahr 2002 in einer bergigen Region nahe Kandahar in Afghanistan. Eine Gruppe amerikanischer Marineinfanteristen, die nach Taliban suchte, stieß auf eine Höhle. Einheimische sollen dort Essen und Gegenstände hingebracht haben, was Verdacht erregte. Anstelle von Kämpfern stießen die Soldaten auf einen riesigen humanoiden Gestalt. Laut Beschreibung tötete die Kreatur die gesamte erste Einheit. Als eine zweite Gruppe zur Suche nach den Vermissten geschickt wurde, entdeckte sie den Riesen, der laut Augenzeugen die Körper der Gefallenen fraß. Die kampferprobten Soldaten konnten ihn vernichten.
Alberino beruft sich auf ein Gespräch mit einem C-130-Piloten, der angeblich 2005 an der Überführung des Körpers beteiligt war. Laut ihm wurde die Fracht auf einer Ladefläche von 7 mal 9 Fuß (ca. 2,1 mal 2,7 Meter) transportiert. Die Kreatur lag in Embryonalstellung, aber Arme, Beine und Kopf hingen herab. Die Größe wurde auf 10–12 Fuß (etwa 3–3,7 Meter) geschätzt, das Gewicht auf etwa 500 Kilogramm (1100 Pfund). Der Pilot beschrieb rötliches Haar, sechs Finger und Zehen sowie eine unglaubliche Körperdichte. Der Geruch von Verwesung und Moschus war so stark, dass er ihm lange in Erinnerung blieb. Der Körper soll zur Luftwaffenbasis Bagram und von dort weiter transportiert worden sein.
Der Forscher betont, dass dies kein Einzelfall sei. Seinen Angaben zufolge wurde in Afghanistan über mehrere ähnliche Wesen berichtet. Alberino erzählt von den Reaktionen hochrangiger Militärs und Pentagon-Mitarbeiter: Bei Erwähnung des Themas wurden Gesichter blass, Gespräche brachen ab, und in einem Fall warnte ein Gesprächspartner vor den Gefahren weiterer Befragungen. Ein Kommandant soll schweigend auf ein Telefon gezeigt haben, was implizierte, dass das Gespräch abgehört werden könnte.
Das Pentagon dementiert den Vorfall offiziell. Vertreter des Ministeriums haben wiederholt erklärt, dass keine Aufzeichnungen über eine solche Konfrontation, Verluste von Personal oder den Transport einer nicht existierenden Kreatur existieren. Faktenchecker und Militärjournalisten ordnen die Geschichte modernen Mythen zu und weisen auf das Fehlen von Dokumenten, Namen, Fotos und unabhängigen Bestätigungen hin.
Alberino verbindet die Erzählung mit einem breiteren Kontext von Riesenlegenden – von den biblischen Nephilim bis zu alten Überlieferungen verschiedener Völker. Afghanistan mit seinen schwer zugänglichen Bergen, Ruinen aus der Zeit Alexanders des Großen und isolierten Gebieten bleibt ein Ort, an dem solche Geschichten fruchtbaren Boden finden. Wie viel Wahrheit darin steckt, ist eine offene Frage. Solange es keine soliden Beweise gibt, lebt die Geschichte in den Erzählungen von Veteranen, Podcasts und Online-Diskussionen weiter und regt zum Nachdenken darüber an, wie viel Unbekanntes noch in den entlegenen Winkeln der Erde verborgen liegt.
Die Episode mit Alberino erzielte in kurzer Zeit Hunderttausende von Aufrufen und löste erneut eine Welle des Interesses an dem Thema aus. Ob es sich um ein reales Ereignis, eine Militärlegende oder einen modernen Mythos handelt – der Gigant von Kandahar bleibt eines der faszinierendsten Rätsel unserer Zeit.

