Buckelwale haben eine Angewohnheit, die Menschen seit vielen Jahren vor ein Rätsel stellt.
Am 6. September wurde in Australien eine neue Forschungsgeschichte veröffentlicht.
Tourismusbetreiber beobachteten seit langem ein seltsames Bild: Ein riesiger Wal dreht sich auf den Rücken und ragt mit dem Schwanz aus dem Wasser. Das Verhalten wirkte so unverständlich, dass man begann, es ernsthaft zu untersuchen.
Das riesige Tier dreht sich unerwartet auf den Rücken, senkt den Kopf unter Wasser und lässt den Schwanz über der Oberfläche herausragen. Von außen sieht es ungefähr so aus, als hätte der viele Tonnen schwere Wal beschlossen, einen Kopfstand zu üben.
Tourismusbetreiber an den australischen Whitsunday-Inseln begannen, ein solches Verhalten schon vor vielen Jahren regelmäßig zu bemerken. Sie meldeten die seltsamen Wale den Forschern, aber selbst Experten konnten das Geschehen zunächst nicht sicher erklären.
Es stellte sich heraus, dass die Wale keineswegs die Touristen unterhielten.
Dieses Verhalten steht im Zusammenhang mit Fortpflanzung, und eine Vielzahl von Beobachtungen führte die Wissenschaftler zu einer viel größeren Entdeckung: Die Gewässer am Great Barrier Reef erwiesen sich als einer der wichtigsten Orte, an denen Buckelwale gebären und ihre neugeborenen Jungen aufziehen.
Tatsächlich entdeckten die Forscher eine riesige natürliche „Wal-Wochenstation“.
Für die Mütter gibt es hier fast ideale Bedingungen: warmes, relativ flaches und geschütztes Wasser. Die Wissenschaftler führten Luftbeobachtungen durch, untersuchten die Wassertemperatur, die Beschaffenheit des Meeresbodens und verfolgten die Bewegungen der Wale.
Und allmählich fügte sich das seltsame Bild zusammen.
Es stellt sich heraus, dass die Menschen jahrelang die Wale auf dem Kopf betrachteten und dachten:
«Was machen sie überhaupt?»
Und die Wale könnten in der Zwischenzeit wahrscheinlich antworten:
«Wir haben hier eigentlich Familienangelegenheiten». 😄
Das Schönste an dieser Geschichte ist, dass eine große wissenschaftliche Entdeckung damit begann, dass jemand eines Tages auf einen aus dem Ozean ragenden Schwanz schaute und beschloss: «Nein, wir müssen doch herausfinden, was das ist».



