Ein unbekannter Revolut-Nutzer hat innerhalb von zwei Tagen Bitcoin im Wert von über fünftausend Dollar an die Wallet von Satoshi Nakamoto gesendet. Vier Transaktionen – drei über 0,0181 BTC und eine kleinere – gingen an eine Adresse, die seit 2011 unbewegt ist und etwa 1,096 Millionen Coins hält, die auf über 71 Milliarden Dollar geschätzt werden.
Solche Überweisungen finden seit Jahren statt. Zuvor hatten Arkham-Analysten auch größere Summen erfasst: 181.000 Dollar im Februar und zufällige 20.000 Dollar von einer Börse. Jedes Mal stellt sich dieselbe Frage: Zufall, eine Geste des Respekts oder bewusste „Verbrennung“ von Coins, die niemals wieder in den Umlauf kommen werden.
Wirtschaftlich gesehen ist dies eine freiwillige Angebotsreduktion. Bitcoin hat ein hartes Limit von 21 Millionen Coins, und ein Teil davon ist bereits für immer aus dem Spiel – verlorene Wallets, langfristige Haltepositionen und Satoshis Adresse. Jede dieser Überweisungen verstärkt die Knappheit und macht die verbleibenden Coins für diejenigen, die sie noch nicht gekauft haben, etwas teurer.
Psychologisch erinnert dies an antike Rituale: Menschen bringen Gaben an einen unsichtbaren Schöpfer, um die Legende zu berühren. Manche zahlen für das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein, manche machen versehentlich Fehler bei der Auszahlung von einer Börse, und andere reduzieren bewusst die Gesamtmenge der verfügbaren Coins. In einer Welt, in der Geld normalerweise an lebende Besitzer fließt, erscheinen diese Überweisungen als Herausforderung des gesunden Menschenverstands.
Für den gewöhnlichen Menschen ist die Lektion einfach. Bevor Sie Kryptowährung senden, sollten Sie die Adresse zweimal überprüfen – ein Fehler hier ist teuer und unumkehrbar. Gleichzeitig zeigt die Tatsache, dass jemand bereit ist, Geld für ein Symbol auszugeben, wie sehr in der Krypto-Welt nicht nur der Gewinn, sondern auch die Mythologie geschätzt wird.
Satoshis Wallet bleibt unbewegt, während der Strom kleiner Überweisungen weitergeht. Jedes neue „Geschenk“ unterstreicht nur: Bei digitalen Währungen ist manchmal nicht das Wichtigste, was man ausgeben kann, sondern das, was für immer verloren geht.
