Die Polizei von Tacoma im US-Bundesstaat Washington entdeckte über 50 Katzen an Bord eines verlassenen Segelboots in den Gewässern des Puget Sound. Dies geschah bei einer Überprüfung aufgrund eines Hinweises auf ein aufgegebenes Schiff, woraufhin die Tiere umgehend evakuiert wurden.
Die meisten Katzen wurden laut Angaben der örtlichen Behörden in Tierheime gebracht oder von barmherzigen Samaritern aufgenommen. Das Boot lag herrenlos vor Anker, und die Tiere hatten dort offenbar mehrere Tage ohne ausreichende Versorgung verbracht.
Die Katzen unterschiedlichen Alters und verschiedener Fellfarben befanden sich unter beengten Verhältnissen an Deck und in den Kabinen. Einige wirkten abgemagert, doch alle waren am Leben und erhielten unmittelbar nach ihrer Rettung die notwendige Versorgung.
Die Beamten der Polizei von Tacoma merkten an, dass ein solcher Fall für sie neu sei; normalerweise handele es sich um einzelne Tiere, hier jedoch um eine ganze Kolonie. Freiwillige und Mitarbeiter der Tierschutzbehörden arbeiteten Hand in Hand, um die Katzen schnell an sichere Orte zu bringen.
Diese Geschichte verdeutlicht das Problem ausgesetzter Haustiere: Viele Besitzer lassen ihre Tiere zurück, wenn sie sich nicht mehr um sie kümmern können oder wollen. In diesem Fall wurde das Boot für Dutzende von Katzen zu einem vorübergehenden, aber gefährlichen Unterschlupf.
Die Rettung zeigt, wie wichtig die Wachsamkeit von Nachbarn und Diensten ist: Ein rechtzeitiger Hinweis ermöglichte es, das Leben zahlreicher Tiere zu retten. Tierheime in der Region bereiten die Katzen bereits darauf vor, neue Familien zu finden.
Solche Fälle erinnern daran, dass selbst an unerwarteten Orten Lebewesen Hilfe benötigen können, und dass gemeinsame menschliche Anstrengungen ihr Schicksal zum Besseren wenden können.


