Am 14 September 2026 eröffnete der nigerianische Milliardär Aliko Dangote der breiten Öffentlichkeit den Zugang zur Beteiligung an seiner Ölraffinerie. Dies ist der größte Börsengang in der Geschichte Afrikas.
Die Anlage Dangote Petroleum Refinery & Petrochemicals FZE befindet sich im Bezirk Lekki bei Lagos. Sie verarbeitet 700 Tausend Barrel Öl pro Tag und hat in diesem Jahr bereits die volle Kapazität erreicht.
Dangote, der reichste Mensch Afrikas, nannte den Börsengang ein „IPO für das Volk“. Er möchte, dass einfache Nigerianer und Bewohner des Kontinents Aktionäre werden können.
Die Gruppe verkauft 4,1 Milliarden Aktien zu 525 Naira pro Stück. Der Mindestkauf beträgt 10 Aktien. Das Ziel ist es, bis zu 2,15 Billionen Naira oder rund 1,6 Milliarden Dollar einzunehmen.
Dangote behält 87 Prozent der Eigentumsanteile. Die Mittel sollen den Ausbau der Kapazitäten auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag bis zum Jahr 2029 finanzieren.
Die rund 20 Milliarden Dollar teure Anlage nahm im Jahr 2024 den Betrieb auf. Seitdem hat sich Nigeria von einem Importeur zu einem Exporteur von Ölprodukten entwickelt.
Zusätzlichen Auftrieb gaben Lieferstörungen aufgrund des Konflikts im Iran. Die Anlage konnte Flugkraftstoff nach Europa und in andere Regionen verkaufen.
Privatanleger zeigen deutliches Interesse. Die Aktien sind über mobile Apps zugänglich, und die Mindesteinstiegsschwelle ist niedrig.
Dangote erwägt bereits den Bau einer ähnlichen Anlage in Kenia bis zum Jahr 2030. Der Börsengang an der nigerianischen Börse könnte ein Zweitlisting in den USA erhalten.


