Am 4. August 2026 löste sich im Nordwesten Grönlands ein riesiger Eisberg mit einer Fläche von 76,4 Quadratkilometern vom Petermann-Gletscher.
Dieses Ereignis stellt den größten Verlust an schwimmendem Eis für diesen Gletscher seit 2012 dar und ist die bedeutendste arktische Abspaltung seit 2020.
Ein internationales Forschungsteam, maßgeblich beteiligt war die Universität Ottawa, dokumentierte die Ablösung dieses tafelbergförmigen Eisbergs von der schwimmenden Gletscherzunge. Die Dicke der neuen Eisinsel wird auf bis zu 150 Meter geschätzt.
Bereits um 20:00 Uhr UTC am 4. August hatte sich der Eisberg vollständig von der Ostseite des Gletschers getrennt. Solche seltenen arktischen Eisinseln liefern Wissenschaftlern wertvolles Material für die Erforschung der Gletscherdynamik und regionaler Veränderungen.

