Das US-Außenministerium hat die Einführung eines innovativen Programms zur Förderung der digitalen Freiheit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz angekündigt. Das Freedom Tech Excellence Program (FTEP) stellt eine beispiellose Partnerschaft zwischen der US-Regierung, führenden Technologieunternehmen, der Zivilgesellschaft und Denkfabriken dar.
Die Ankündigung erfolgte am 24. Juli 2026. Sie wurde von Sarah Rogers, Under Secretary of State for Public Diplomacy, gemacht. Dies geschah im Rahmen der prestigeträchtigen Digital NEXT: Protecting Digital Liberties in the AI Era-Delegation, die Rogers in San Francisco einberufen hatte.
Die Delegation bestand aus 47 Vertretern von Regierungen für Technologiepolitik und digitalen Angelegenheiten aus 30 Ländern. Bei den Treffen wurden Wege zur Verteidigung digitaler Freiheiten im Kontext der Entwicklung künstlicher Intelligenz erörtert, mit besonderem Schwerpunkt auf Alternativen zu strengen staatlichen Regulierungen, die häufig die Privatsphäre und das Recht auf freie Meinungsäußerung einschränken.
Höhepunkt des Programms war ein nicht-öffentliches Gespräch, das vom Silicon Valley Office of Protocol organisiert wurde, bei dem Rogers ein Gespräch mit Elon Musk, dem Vorsitzenden der Federal Trade Commission (FTC) Andrew N. Ferguson und Tim Huang von der Foundation for American Innovation führte. Während des Gesprächs betonte Rogers die Notwendigkeit, Kinder im Internet zu schützen und gleichzeitig das Innovationspotenzial und die Meinungsfreiheit zu wahren.
FTEP arbeitet nach dem Modell von temporären Positionen: Mitarbeiter aus privaten Unternehmen werden für einen begrenzten Zeitraum dem Außenministerium zugewiesen, um an den wichtigsten Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu arbeiten. Sie werden sich auf vier Bereiche konzentrieren: Schutz der Meinungsfreiheit im Internet, Entwicklung von Datenschutztechnologien, verantwortungsvolle KI-Governance und Bekämpfung digitaler Überwachung.
Vier Organisationen haben ihre Teilnahme als Gründungsmitglieder des Programms bekannt gegeben: Palantir Technologies (ein Analyseunternehmen), Anduril Industries (Verteidigungstechnologie), Bitcoin Policy Institute (eine Organisation für Kryptowährungspolitik) und die Victims of Communism Memorial Foundation (eine Stiftung zum Schutz der Menschenrechte). Weitere Partner werden voraussichtlich in den kommenden Monaten hinzukommen.
Die Initiative spiegelt eine strategische Verlagerung im Ansatz der USA zur digitalen Souveränität wider. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, die internationale Politik direkt zu beeinflussen, während das Außenministerium Zugang zu Spitzentechnologien und Branchenexpertise erhält. Das Programm wird als Alternative zu strengeren Regulierungsmodellen positioniert, die nach Ansicht der Befürworter Innovationen unterdrücken und die Nutzerrechte bedrohen.
Als Nächstes steht der Freedom Tech DC Summit vom 22. bis 23. September 2026 an, der als öffentliche Plattform für die Diskussion der im Rahmen von FTEP entwickelten Ideen dienen wird.



