Die Hauptsache ist, nicht der nächste Teilnehmer zu sein: In Ungarn wurden die besten Totengräber gekürt

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Die Hauptsache ist, nicht der nächste Teilnehmer zu sein: In Ungarn wurden die besten Totengräber gekürt-1
⚰️ Grabarbeiter-Wettbewerb: In Ungarn fand der Wettbewerb der Grabarbeiter statt

In Ungarn fand ein Wettbewerb statt, nach dem der Satz „er gräbt professionell“ tatsächlich wie ein Kompliment klingt.

Am 5 September fand in der Stadt Nyergesújfalu die neunte nationale Meisterschaft unter Totengräbernstatt. Auf dem Friedhof versammelten sich 19 Teams — insgesamt 38 Profis mit Schaufeln und Spitzhacken.

Die Aufgabe war denkbar konkret: zu zweit ein Grab von Hand auszuheben, mit den Maßen 2 Meter Länge, 80 Zentimeter Breite und 1,6 Meter Tiefe. Die Jury bewertete die Geschwindigkeit, die Genauigkeit der Maße und die Qualität der Arbeit.

Die Erde war nach dem heißen Sommer so hart, dass einige Teilnehmer eifrig zur Spitzhacke greifen mussten. Die Sieger hielt das jedoch nicht auf.

Róbert Nagy und László Kis bewältigten die Aufgabe in 1 Stunde 21 Minute und erhielten den Hauptpreis — 200 Tausend Forint.

Der Sieger selbst formulierte die sportliche Philosophie des Turniers denkbar einfach: Beim Wettkampf kommt es vor allem auf die Geschwindigkeit an, bei der echten Arbeit muss man sich dann auch um die Schönheit kümmern.

Die Organisatoren erklären, dass die Meisterschaft durchaus ernst gemeint ist: Sie soll das Können der Friedhofsarbeiter zeigen, Aufmerksamkeit für den Beruf wecken und ein wenig die Tabus rund um das Thema Tod abbauen.

Doch von außen betrachtet fällt es trotzdem schwer, das Gefühl loszuwerden, dass dies die einzige Weltmeisterschaft ist, bei der der Zuschauer ganz besonders nicht hören möchte:

— Der Nächste! 😄

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Quellen

  • Competitors dig deep in Hungarian grave-digging contest

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