Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Montag einen Anstieg und folgten damit den Rekordhochs an der Wall Street. Grund dafür war ein moderater US-Arbeitsmarktbericht, der die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die Federal Reserve verringerte.
Der japanische Nikkei legte um 2,0 % zu, während der südkoreanische Kospi um 0,8 % stieg. Der breite MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum exklusive Japan kletterte um 0,7 %. Die S&P 500-Futures stiegen um 0,1 %, die Nasdaq-Futures um 0,3 %.
Gleichzeitig verteuerte sich Öl angesichts der Ungewissheit um die Straße von Hormus. Der Iran erklärte am Sonntag, dass sich eine Einigung mit Oman über neue Schifffahrtsrouten in der Endphase befinde, betonte jedoch, dass die Straße nur nach Erfüllung weiterer Bedingungen durch die USA geöffnet werde.
Brent legte um 0,6 % zu und erreichte 84,04 Dollar pro Barrel. Amerikanisches WTI-Öl stieg um 0,5 % auf 78,56 Dollar. Die Lieferungen durch diese Schlüsselader bleiben minimal.
Chinesische Blue Chips (.CSI300) fielen um 0,7 %. Die Daten zeigten, dass die Verbraucher- und Erzeugerinflation im Juli unter den Prognosen lag, was auf eine schwache Binnennachfrage hindeutet.
Die Märkte warten nun auf den Bericht zu den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch. Analysten von JPMorgan prognostizieren einen Anstieg des Kern-Verbraucherpreisindex (Kern-VPI) um 0,22 %. „Unsere Prognose ist wahrscheinlich nicht hoch genug, um eine Zinserhöhung der Fed im September zu provozieren, obwohl wiederkehrende Werte näher an 0,3 % dies tun könnten“, bemerkte Michael Feroli, Chefvolkswirt von JPMorgan für die USA.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ist laut Schätzungen des Futures-Marktes von 67 % in der Vorwoche auf 45 % gesunken. Wie wird der bevorstehende Inflationsbericht die weitere Entwicklung beeinflussen?
Gold hielt sich nach einem Anstieg von über 7 % in der Vorwoche bei 4333 Dollar pro Unze. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen lag bei 4,662 %.

