Die japanischen Behörden haben im Zeitraum von 30. Juli bis 26. August 15,39 Billionen Yen für Interventionen am Devisenmarkt ausgegeben. Dies ist das größte monatliche Volumen in der Geschichte solcher Operationen, teilte das Finanzministerium mit.
Die Interventionen dienten dazu, die historische Schwäche des Yen einzudämmen. Ende Juli näherte sich der Dollarkurs 164 Yen – einem Niveau, das seit etwa 40 Jahren nicht mehr gesehen wurde.
Bereits im April und Mai hatten die Behörden 11,73 Billionen Yen ausgegeben. Das Gesamtvolumen der Interventionen in diesem Jahr überstieg 27 Billionen Yen und übertraf damit den bisherigen Jahresrekord von etwa 15 Billionen Yen aus dem Jahr 2024.
Am 31. Juli fand eine gemeinsame Intervention Japans und der USA statt – die erste seit 28 Jahren. Finanzminister Satsuki Katayama und US-Finanzminister Scott Bessent bestätigten die Koordination der Maßnahmen und die Bereitschaft, diese bei Bedarf fortzusetzen.
Nach den Interventionen erstarkte der Yen auf etwa 155 pro Dollar, stabilisierte sich dann aber in der Region von 159–160. Wie lange wird es gelingen, den Kurs in diesen Grenzen zu halten?
Die Daten des Ministeriums geben die genauen Daten einzelner Operationen nicht preis. Eine detaillierte Aufschlüsselung wird erst im Quartalsbericht erscheinen, voraussichtlich Anfang November.
