Am 7. September 2026 versammelten sich etwa 30 Roboter – humanoide und vierbeinige – vor dem Ministerium für digitale Angelegenheiten Polens in Warschau. Sie schwenkten Flaggen, marschierten im Kreis und „skandierten“ Parolen über Lautsprecher.
Die Aktion wurde von der Initiative Democratism mit Unterstützung des Unternehmens Delta Robots organisiert. Ziel ist es, eine öffentliche Diskussion über den Einfluss von KI und Robotisierung auf den Arbeitsmarkt anzustoßen. Der Organisator Grzegorz Kuliś betonte: „Wir möchten insbesondere auf die potenzielle Ersetzung von Menschen sowohl durch humanoide Roboter als auch durch künstliche Intelligenz in der kognitiven Arbeit aufmerksam machen.“
Unter den Parolen waren „Schützt Arbeitsplätze“, „Zeit für Regeln“ und „Wartet nicht, reguliert“. Einer der Roboter, ein Agibot A3, „erklärte“ Journalisten, dass die anwesende Technik bereits Realität sei.
Der Minister für digitale Angelegenheiten, Krzysztof Gawkowski, trat vor die Teilnehmer. Er wies darauf hin, dass Polen das erste EU-Land sei, das eine Aufsicht über den KI-Markt eingeführt habe, und kündigte die Schaffung einer Kommission für die Entwicklung und Sicherheit künstlicher Intelligenz sowie regulatorische „Sandkästen“ zum Testen von Lösungen an.
Kuliś fügte hinzu, dass die Organisatoren eine Verantwortung dafür empfinden, die Gesellschaft über die schnellen technologischen Veränderungen zu informieren, die sie persönlich beängstigen. Die Roboter wurden symbolisch eingesetzt: Die Demonstration zeigte, dass die Technologien bereits hier sind und die Frage nach der Bereitschaft für sie akut ist.
Was wird geschehen, wenn die Regulierungen mit der Geschwindigkeit der Entwicklung nicht Schritt halten?
Die Initiative ist nicht gegen Technologien an sich, betont aber die Notwendigkeit von Regeln, die die Arbeitnehmer schützen. Das Unternehmen Delta Robots, das die Maschinen bereitstellte, räumte auch den PR-Aspekt der Kampagne ein.


