UBS erhöht Bitcoin-Wetten drastisch: Call-Optionen auf ETFs um das 24-Fache gestiegen

Bearbeitet von: Yuliya Shumai

In den stillen Büros der Schweizer Bank, wo man seit Jahrhunderten Stabilität und Vorsicht schätzt, entfaltet sich eine unerwartete Geschichte. Die UBS, die Vermögenswerte von über 7 Billionen Dollar verwaltet, wies in ihrem Bericht für das zweite Quartal des Jahres 2026 einen explosiven Anstieg der Call-Optionen auf den Bitcoin-ETF IBIT von BlackRock aus – von 80 Tausend auf 1,95 Million Basisaktien. Das entspricht einem Anstieg um mehr als das 24-Fache innerhalb von drei Monaten.

Gleichzeitig stiegen die direkten Bestände an ETF-Aktien um 12 % auf 407 890 Stück im Wert von rund 13,6 Million Dollar. Die Put-Optionen hingegen, die das Recht zum Verkauf einräumen, gingen um 53 % auf 143 300 zurück. Das bei der SEC eingereichte Regulierungsformular 13F gibt weder Ausübungspreise noch Verfallsdaten preis, weshalb die genaue Netto-Richtungswette ein Rätsel bleibt. Doch die allgemeine Verschiebung hin zu einer bullischen Position ist offensichtlich.

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Vorbereitungen der UBS auf die Einführung des Handels mit Bitcoin und Ethereum für ausgewählte Privatkunden in der Schweiz. Die Bank mit ihrem jahrhundertealten Ruf als konservativer Vermögensverwalter testet nun stillschweigend Krypto-Assets. Die Frage ist, wessen Interessen hinter dieser Position stehen: Sind es eigene Mittel, die Absicherung von Kundenportfolios oder eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage wohlhabender Europäer nach digitalem Gold?

Für traditionelle Banken blieb Bitcoin lange Zeit eine Art exotischer Vermögenswert – zu volatil für ernsthafte Portfolios. Nun lässt sich jedoch über Call-Optionen auf ETFs ein gehebeltes Engagement erzielen, ohne die Coins direkt zu besitzen, wodurch einige regulatorische und operative Hürden umgangen werden. Dies ist keine laute PR, sondern eine stille, aber umfassende Bilanzanpassung.

Stellen Sie sich einen Gärtner vor, der jahrzehntelang nur zuverlässige Apfelbäume gepflanzt hat und nun einen seltenen, aber schnell wachsenden Strauch setzt. Eine schlechte Saison – und die Verluste sind spürbar, doch die Ernte zu verpassen, ist ebenfalls riskant. Die UBS scheint sich entschieden zu haben, sie nicht zu verpassen.

Langfristig könnten solche Schritte großer europäischer Akteure die Wahrnehmung von Bitcoin verändern – weg vom spekulativen Instrument hin zu einem legitimen Bestandteil eines diversifizierten Portfolios. Für Privatanleger ist dies ein Signal: Selbst die vorsichtigsten Institute beginnen anzuerkennen, dass in einer Welt niedriger Zinsen und geopolitischer Unsicherheit „sichere“ Vermögenswerte neu überdacht werden müssen.

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Quellen

  • Швейцарский мегабанк UBS увеличивает свою экспозицию в биткойне с огромным 24-кратным ростом объема колл-опционов на ETF

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