Fellige Surfer: Die freundlichste Weltmeisterschaft

Autor: Katerina S.

Am ersten Augustwochenende verwandelte sich der Linda-Mar-Strand in Pacifica (Kalifornien) zum zehnten Mal in Folge zum Epizentrum des ungewöhnlichsten und freundlichsten Sportereignisses des Jahres. Hier fand die jährliche Weltmeisterschaft im Hundesurfen (World Dog Surfing Championships) statt, bei der die vierbeinigen Athleten einmal mehr bewiesen, dass die Ozeanriesen nicht nur von Menschen bezwungen werden.

Die absolute Siegerin und erfolgreichste Teilnehmerin des Wettbewerbs war die fünfjährige Labrador-Hündin Rosie Drottar aus Santa Cruz. Sie zeigte herausragende Geschicklichkeit, Balance und Furchtlosigkeit und gewann Gold in mehreren Disziplinen.

Rosie meisterte die Distanz auf einem SUP-Board mit brillanter Kontrolle über das Brett und verhalf dann zusammen mit ihrem Besitzer ihrem Team zu einem überzeugenden Sieg im Doppelrennen. Wie die Organisatoren und Zuschauer anmerken, setzen Hunde wie Rosie mit ihrer Teilnahme am Rennen einen neuen Maßstab an Können in dieser einzigartigen Sportart.

In zehn Jahren hat sich die Meisterschaft von einem lokalen kalifornischen Spaß zu einem groß angelegten internationalen Ereignis mit Tausenden von Zuschauern entwickelt. Hunde verschiedener Rassen und Größen treten in Kurz- und Langbrettrennen gegeneinander an. Sie zeigen sowohl beeindruckende Soloauftritte als auch eine erstaunliche Harmonie mit ihrem Menschen, dem sie auf dem tosenden Wasser vertrauen. Für die vierbeinigen Teilnehmer ist dies keine stressige Veranstaltung, sondern eine natürliche Fortsetzung ihrer Liebe zum Wasser und zu einem aktiven Lebensstil.

Und dieses fröhliche Fest hat eine wichtige Mission. Seit den allerersten Wettkämpfen bis heute ist die Weltmeisterschaft im Hundesurfen eine Wohltätigkeitsveranstaltung. Alle gesammelten Gelder fließen in die Unterstützung von Tierheimen sowie in Umwelt- und Wohltätigkeitsfonds, die sich für die Reinigung der Ozeane einsetzen.

Verstehen die felligen Athleten, welch wichtige Arbeit sie leisten, wenn sie die Welle reiten? Wohl kaum. Aber sie vertrauen ihrem Menschen grenzenlos und beweisen immer wieder, dass Liebe und Vertrauen die Grenzen des Möglichen aufheben und die Welt mit Freude und guten Taten erfüllen.

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