Bosnien und EU diskutieren Beitrittsreformen

Am 16. Januar 2025 traf sich Denis Becirovic, Mitglied der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina, mit Luigi Soreca, dem Leiter der Delegation der Europäischen Union in Bosnien und Herzegowina. Die Gespräche konzentrierten sich auf die entscheidenden Reformen, die für die Beitrittsaspirationen des Landes zur EU erforderlich sind.

Becirovic betonte, dass die vollständige Mitgliedschaft in der EU und der NATO die obersten Ziele der Außenpolitik Bosniens sind, da er diese Mitgliedschaften als entscheidend für die langfristige Sicherheit und regionale Stabilität ansieht. Er hob die gegenseitigen Vorteile der EU-Erweiterung für Bosnien, die westlichen Balkanstaaten und die EU selbst hervor und forderte eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Personen, die die verfassungsmäßige Ordnung Bosniens untergraben.

Botschafter Soreca bekräftigte das Engagement der EU zur Stärkung der Partnerschaft mit Bosnien und hob die Entscheidung des Europäischen Rates hervor, Beitrittsverhandlungen einzuleiten, die einen wichtigen Anreiz für Reformen darstellen. Er stellte fest, dass die EU-Mitgliedschaft die Funktionsfähigkeit der Institutionen Bosniens verbessern könnte und ermutigte die Regierung, diesen Schwung zu nutzen.

Beide Parteien erkannten die Notwendigkeit an, das nationale Recht an europäische Standards anzupassen und Reformen umzusetzen, um demokratische Institutionen und die Rechtsstaatlichkeit zu stärken. Sie stimmten zu, dass ein verstärktes Engagement der EU die Lebensbedingungen der Bürger verbessern und die Herausforderungen der Jugendemigration angehen könnte.

Becirovic äußerte Optimismus hinsichtlich der Fortschritte Bosniens auf dem Weg zur EU, die von den EU-Institutionen anerkannt wurden. Er äußerte die Hoffnung auf bedeutende Fortschritte in den kommenden Monaten in Richtung vollständiger Mitgliedschaft.

In einem separaten Treffen sprach Zeljka Cvijanovic, die Vorsitzende der BiH-Präsidentschaft, ebenfalls mit Soreca über den Integrationsprozess der EU, wobei der Fokus auf institutionellen Aktivitäten und der jüngsten Stagnation lag. Cvijanovic betonte die Bedeutung der Einhaltung der verfassungsmäßigen Rollen der verschiedenen Regierungsebenen und forderte einen ausgewogenen Ansatz der EU gegenüber allen Entitäten in Bosnien und Herzegowina.

Beide Treffen unterstrichen die Dringlichkeit, den Reformschwung aufrechtzuerhalten, um die Zukunft Bosnien und Herzegowinas in der europäischen Gemeinschaft zu sichern.

Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?

Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.