Forscher lösen das 100 Jahre alte Rätsel der „Blutwasserfälle“ in der Antarktis

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Eine internationale Forschungsgruppe hat endlich geklärt, warum aus dem Taylor-Gletscher in der Antarktis eine leuchtend rote Flüssigkeit austritt. Eine neue, im Jahr 2026 in der Fachzeitschrift Antarctic Science veröffentlichte Studie beantwortet damit eine Frage, die über ein Jahrhundert lang offen blieb.

Erstmals beschrieben wurde das Phänomen bereits 1911 durch den australischen Geologen Griffith Taylor. Damals vermutete er, dass Algen für die Färbung verantwortlich seien – eine Theorie, die sich jedoch nicht bestätigte.

Die Quelle des „Blutes“ ist eine uralte, extrem salzhaltige Sole, die vor etwa 1,5 Millionen Jahren unter dem Gletscher eingeschlossen wurde. Aufgrund der hohen Salzkonzentration gefriert die Flüssigkeit selbst bei extremem Frost nicht.

Wenn die Sole an die Oberfläche gelangt und mit Sauerstoff in Kontakt kommt, oxidieren die darin enthaltenen Eisenverbindungen. Genau dieser Prozess verleiht dem Wasser seine tiefrote, blutähnliche Farbe.

Der entscheidende Beitrag der aktuellen Untersuchung liegt in der Erklärung des Mechanismus, durch den die Sole die Eismassen durchbricht und nach außen dringt. Bisher konnten Wissenschaftler nicht nachvollziehen, wie genau dieser Vorgang abläuft.

Wie konnte die Natur dieses Geheimnis nur so lange bewahren?

Die Autoren betonen, dass die Lösung des Rätsels nicht nur ein langes wissenschaftliches Kapitel abschließt, sondern auch verdeutlicht, wie komplex die Prozesse unter den antarktischen Gletschern tatsächlich sind.

37 Ansichten

Quellen

  • Scientists have solved the 100-year mystery behind Antarctica's 'Blood Falls'

Lesen Sie mehr Artikel zu diesem Thema:

This is a very BIG deal, so let me break it down. The International Maritime Organization (IMO), the UN body regulating maritime transport, will vote this Friday to finalize their “net zero framework” for shipping across the board. 🚢 Beginning in 2028, all ships will need to

Ron DeSantis
Ron DeSantis
@RonDeSantis

No taxation without representation. Being taxed by the UN would be far more offensive than the taxes imposed by Great Britain against the American colonies more than 250 years ago. Those taxes sparked the American Revolution. The UN should be defunded, not seeded with new

Image
Reply
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.