Das US-Außenministerium hat die vorübergehende Aussetzung der Terminvergabe für Einwanderungsvisa-Interviews in allen Botschaften und Konsulaten weltweit angekündigt. Die Maßnahme trat am 26. August 2026 in Kraft.
Die Aussetzung betrifft ausschließlich Einwanderungsvisa, die zur Erlangung einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis führen. Touristen-, Studenten-, Geschäfts- und befristete Arbeitsvisa werden weiterhin im normalen Verfahren bearbeitet.
Der offizielle Grund ist ein globales Schulungsprogramm für Konsularbeamte. Die Mitarbeiter werden auf eine gründlichere Prüfung von Antragstellern auf das Risiko vorbereitet, eine "public charge" zu werden, das heißt, von amerikanischen staatlichen Leistungen abhängig zu werden.
Die Schulung begann Anfang August. Um sie durchzuführen, entschied sich die Behörde, den Zeitplan für Interviews anzupassen. Antragsteller erhalten Benachrichtigungen direkt von den Botschaften und Konsulaten.
Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme wurde nicht genannt. Nach Schätzungen anonymer Quellen im Außenministerium könnte die Pause je nach Posten mehrere Wochen dauern.
Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der Verschärfung der Einwanderungspolitik der Regierung von Donald Trump. Zuvor hatte ein Gericht das Verbot der Erteilung von Einwanderungsvisa an Bürger von 75 Ländern, einschließlich Russland, aufgehoben, das mit denselben Bedenken bezüglich "public charge" begründet worden war.
Wie lange wird diese Pause dauern und wie wird sie sich auf die Tausenden bereits eingereichten Anträge auswirken?
Eines ist klar: Einwanderungsvisa sind vorübergehend für alle, die einen Umzug in die USA als ständigen Wohnsitz planten, weniger verfügbar geworden.
