Der Yen hat gegenüber dem US-Dollar leicht zugelegt, ungeachtet schwacher BIP-Daten aus Japan. Händler haben ihre Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve zurückgeschraubt.
Am 17. August notierte der Kurs bei 159,055 Yen pro Dollar, was einem Anstieg von 0,2% entspricht. Dies markierte den zweiten Tag in Folge einer moderaten Aufwertung der japanischen Währung, die jedoch innerhalb ihres Wochenbereichs verblieb.
Die japanische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal auf Jahresbasis um 1,1%. Die Analysten von Capital Economics bezeichneten die Daten als gemischt: Es gab anständige Expansionsraten sowie Auswirkungen der Regierungshaushaltspolitik.
Schwache US-Indikatoren, von der Beschäftigung bis zur Inflation, haben die Wahrscheinlichkeit einer Straffung der Fed-Politik verringert. Die Federal Funds Futures preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 66,9% für eine Beibehaltung der Zinsen bei der September-Sitzung ein, verglichen mit 47,6% einen Monat zuvor.
Für Dezember ist nach Einschätzung von BNY weniger als eine volle Zinserhöhung in den Preisen enthalten. Der US-Dollar-Index sank um 0,1% auf 99,519, einem der niedrigsten Stände des Monats.
Der Euro verharrte bei 1,1573 Dollar, während das Britische Pfund um 0,1% zulegte. Der Yuan zeigte sich gegenüber dem Dollar stabil, im Vorfeld der chinesischen Aktivitätsdaten.
Was erwartet die Devisenmärkte in den kommenden Wochen, solange die Fed auf dem Symposium in Jackson Hole keine neuen Signale gibt?

