Im niederländischen Tilburg fand erneut eine kleine Safari statt.
Ein Haus-Serval namens Django beschloss am Morgen des 5. September, dass das Leben im Gehege etwas überbewertet ist, und machte sich zum zweiten Mal allein auf, um das Wohnviertel zu erkunden.
Ein Serval ist keine gewöhnliche Katze, die auf den Nachbarbalkon ausgebüxt ist. Es ist eine afrikanische Wildkatze mit extrem langen Beinen, riesigen Ohren und einem Gewicht von bis zu zwanzig Kilogramm.
Deshalb nahm die Polizei Djangos Spaziergang durchaus ernst.
Über das System Burgernet wurden die Anwohner informiert:
Ein Serval ist entlaufen; wenn Sie ihn sehen, nähern Sie sich nicht selbst, sondern rufen Sie die Polizei.
Auch Experten für exotische Tiere wurden in die Suche einbezogen. Man ging davon aus, dass der Ausreißer nicht weit gekommen war und irgendwo die Gärten der Nachbarn erkundete.
Das Lustigste ist, dass Django das alles schon durchgemacht hat.
Im Mai letzten Jahres wählte er ebenfalls die Freiheit, reiste durch fremde Höfe und über Dächer und erklärte sich erst nach einigen Stunden bereit, zur Zivilisation zurückzukehren. Damals gelang es dem Besitzer, ihn mit Fleisch in einen Käfig zu locken.
Das heißt, ihr Beziehungsschema sieht ungefähr so aus:
— Django, nach Hause!
— Nein.
— Und wenn es Fleisch gibt?
— Warum hast du das nicht gleich gesagt?
Dieses Mal reagierten die Anwohner deutlich weniger romantisch auf das Abenteuer: Einige beschweren sich bereits offen, dass eine riesige Wildkatze nicht regelmäßig vor ihrem Fenster auftauchen sollte.
Und seit Juli 2024 ist es in den Niederlanden tatsächlich verboten, neue Servale als Haustiere zu erwerben. Diejenigen, die schon früher bei Besitzern lebten, dürfen unter bestimmten Bedingungen behalten werden.
Also ist Django formell ein Haustier.
Nur scheint es, dass Django selbst dieser Vereinbarung nie zugestimmt hat. 😄


