Die Bank of Japan plant, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25% anzuheben. Die Entscheidung wird auf der Sitzung des geldpolitischen Rats am 17.–18. September erwartet.
Dies wäre der höchste Zinsstand seit etwa 31 Jahren. Zuletzt lag der Wert im April 1995 bei 1,25%.
Die vorherige Anhebung erfolgte im Juni – damals wurde der Zins auf etwa 1% angehoben. Der neue Schritt folgt nur drei Monate später, was auf eine Beschleunigung des Straffungstempos hindeutet.
Die Aufsichtsbehörde sieht die Widerstandsfähigkeit der Binnenwirtschaft und wachsende Risiken für die Preise. Zu den Faktoren zählen der Anstieg der Ölpreise, die Schwächung des Yen und die gestiegene Nachfrage im Zusammenhang mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz.
Die Kerninflation nähert sich dem Zielwert von 2%. Nach Ansicht der Bank of Japan könnte die Beibehaltung der aktuellen Bedingungen zu einer Überschreitung dieser Zielmarke führen.
Die finanziellen Bedingungen bleiben locker: Die Kreditvergabe wächst auch nach der Juni-Anhebung weiter. Quellen weisen darauf hin, dass die Zentralbank keine im Voraus festgelegte Vorstellung vom endgültigen Zinsniveau hat.
Gouverneur Kazuo Ueda erklärte zuvor, dass die Frage einer Anhebung auf jeder Sitzung erörtert werde, einschließlich der bevorstehenden. Auf der Pressekonferenz könnte er Signale für die Bereitschaft geben, das Straffungstempo bei verstärktem Preisdruck zu beschleunigen.
Wie wird sich dieser Schritt auf die weitere Dynamik des Yen und der Märkte auswirken?


