Polizei kam, um einen Dieb zu fangen, fand aber auf der Treppe einen Luchs

Bearbeitet von: Svitlana Velhush

Polizei kam, um einen Dieb zu fangen, fand aber auf der Treppe einen Luchs-1

Im amerikanischen Kirkland, Bundesstaat Washington, wurde ein gewöhnlicher Polizeieinsatz unerwartet zu einer Szene aus einer Naturkomödie.

Ein Bewohner des Viertels Moss Bay hörte in seinem Haus ein lautes Krachen und dachte, ein Einbrecher sei eingedrungen. Er rief 911 an, und die Polizisten kamen, um das Gebäude zu durchsuchen.

Sie blickten die Treppe hinauf – und dort saß ein Luchs.

Er lief nicht weg.

Er versteckte sich nicht.

Er saß einfach oben mit einem Blick, als wären die Hausbesitzer in sein Zuhause eingedrungen.

Operation „Katzen-Einbrecher“

Die Polizisten beschlossen, sich der ungebetenen Besucherin nicht zu nähern, und ließen eine Drohnehineinfliegen.

Am Ende wurde die hochtechnologische Polizeiausrüstung dazu verwendet, eine Katze zu beobachten.

Eine sehr große Katze.

Mit Hilfe der Drohne gelang es, den Luchs in einen leeren Raum zu treiben, wo er geduldig auf die Wildtierexperten wartete.

Wenn man sich die Funkgespräche vorstellt, könnten sie ungefähr so geklungen haben:

Polizei: „Verdächtiger entdeckt.“
Einsatzzentrale: «Bewaffnet?»
Polizei: «Mit Krallen».
Einsatzzentrale: «Verstanden. Wir schicken Spezialisten».

Aber wie kam sie überhaupt dorthin?

Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass der Luchs höchstwahrscheinlich auf einen Baum kletterte und durch ein offenes Fenster sprang.

Dabei hatte er möglicherweise ein durchaus konkretes Ziel.

Im Haus lebte eine gewöhnliche Hauskatze, und die Experten vermuten, dass genau hinter ihr der Luchs her sein könnte.

Das ist eine ziemlich demütigende Situation für das Haustier:

Man sitzt ruhig zu Hause – und plötzlich kommt durch das Fenster ein Verwandter in der Gewichtsklasse „professioneller Räuber“ herein.

Zum Glück wurde die Katze später völlig unversehrt aufgefunden.

Den Einbrecher ließ man im Wald frei

Spezialisten des Washington Department of Fish and Wildlife betäubten den Luchs und brachten ihn weit weg vom Wohngebiet – in ein Naturgebiet nahe dem Forbes Creek.

Weder Menschen noch Tiere wurden verletzt.

Und die Polizei bekam wohl einen der besten Einsätze des Jahres.

Ein Mann meldete einen möglichen Einbrecher.

Der Einbrecher war tatsächlich im Haus.

Er gelangte durch ein Fenster hinein.

Er musste mithilfe einer Drohne aufgespürt werden.

Nur stehlen konnte er nichts mehr.

Obwohl er die Hauskatze möglicherweise sehr aufmerksam betrachtete.

So kann man den Ausdruck cat burglar – „Katze-Einbrecher“ in Kirkland jetzt völlig wörtlich verstehen. 😄

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