Am 18. September 2026 veröffentlichte das US-Kriegsministerium das sechste Paket von Materialien des PURSUE-Programms — des präsidialen Systems zur Freigabe und Berichterstattung über Begegnungen mit unidentifizierten anomalen Phänomenen. Zweiundsiebzig Dateien: Dutzende Dokumente, fünfzehn Videos und eine Audioaufnahme, die den Zeitraum von 1952 bis 2025 abdecken. Doch das eigentliche Interesse an der Veröffentlichung entstand weniger wegen des Umfangs als vielmehr wegen der Art und Weise, wie Professor Avi Loeb sie bewertete — Astrophysiker aus Harvard und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für UAP.
Loeb analysierte die Schlüsselmaterialien fast unmittelbar nach der Veröffentlichung. Besondere Aufmerksamkeit erregte bei ihm eine einminütige Infrarotaufnahme von einer militärischen Plattform über dem Nahen Osten aus dem Jahr 2025. Auf den Bildern sind sechs kleine kugelförmige Objekte zu sehen, die sich als Gruppe bewegen. Im begleitenden Bericht vermerkte der Operator, dass sie „wendig erscheinen“ und „häufig die Richtung ändern“, und schätzte die Geschwindigkeit auf etwa 480 Meilen pro Stunde. Loeb betonte: Gewöhnliche Drohnen, besonders in dichter Formation, fliegen deutlich langsamer. Die Aufrechterhaltung einer Formation bei einer solchen Geschwindigkeit erfordert Kommunikation und Präzision, die über die bekannten Möglichkeiten hinausgehen. Ein koordinierter Schwarm mit 480 Meilen pro Stunde wäre selbst für die modernsten Systeme äußerst riskant. „Das ist entweder eine unbekannte fortschrittliche Technologie oder etwas anderes“, bemerkte er und ließ die Frage offen, aber durchaus ernst.
Eine weitere Aufnahme, auf die Loeb ebenfalls aufmerksam wurde, zeigt eine weiße Kugel über dem Gelben Meer im Jahr 2023. Das Objekt durchquert die Wolken und hinterlässt eine schwache Spur. Für den Astrophysiker ist dies eine wichtige Bestätigung: Wir haben einen physischen Gegenstand vor uns, keinen Reflex oder ein Artefakt der Kamera. Erstmals enthielt die Veröffentlichung auch Materialien der örtlichen Polizei — ein Video vom Telefon eines Beamten aus Colorado, das ein lautloses Objekt mit blinkenden Lichtern zeigt. Einer der Clips dauert fünfzehn Minuten.
Auch der historische Teil des Pakets blieb nicht ohne Bewertung. Loeb hob eigens die Audioaufnahme der Aussage von Captain Edward Ruppelt aus dem Jahr 1952 hervor. Der erste Leiter des Projekts „Blue Book“ erzählte damals, dass etwa 20 Prozent der 800 untersuchten Fälle ungeklärt blieben. Ruppelt erwähnte auch Objekte, die sich um ein Mehrfaches schneller als der Schall bewegten, aber ohne den charakteristischen Überschallknall. Loeb nannte dies eines der seltsamsten Details: Überschallbewegung erzeugt gewöhnlich einen weithin hörbaren Donner. Zusammen mit der Aufnahme wurde auch der Newhouse-Film über Tremonton veröffentlicht — helle Objekte, die bis heute keine abschließende Erklärung erhalten haben.
Ein separater Block von Dokumenten betraf das AAWSAP-Programm aus dem Jahr 2008. Erstmals in diesem Umfang wurden Untersuchungen zu Warp-Antrieben, Wurmlöchern, Antigravitation und Spintronik veröffentlicht. Das Budget des Programms betrug 22 Millionen Dollar. Loeb bemerkte auch, dass in den Materialien erstmals physiologische Verletzungen von Militärangehörigen direkt mit möglichen Annäherungen an unbekannte Objekte in Verbindung gebracht werden.
Für den Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats war die sechste Veröffentlichung ein weiterer Schritt in der konsequenten Freigabe dessen, was lange hinter verschlossenen Türen geblieben war. Loeb macht keine lauten Ankündigungen, betont aber konsequent: Die Daten sind nun offen, sie können analysiert werden, und viele Details fügen sich nicht in die gewohnten Rahmen. Kugeln, die bei hoher Geschwindigkeit die Richtung ändern, Überschallobjekte ohne Schall, Untersuchungen zu Technologien, die noch vor Kurzem als Science-Fiction galten — all das ist nun zugänglich. Der Beirat setzt seine Arbeit fort, und das nächste Paket wird bereits vorbereitet. Was jahrzehntelang verschwiegen wurde, tritt allmählich ans Licht.
