Vietnam: Der ultimative Reiseführer – Wohin man reist, wann man fliegt und wie man den Überblick behält

Autor: Svitlana Velhush

Vietnam: Der ultimative Reiseführer – Wohin man reist, wann man fliegt und wie man den Überblick behält-1

Vietnam ist ein Land, das alle Sinne gleichzeitig berauscht. Es ist eine Mischung aus dem Duft von Zitronengras und Holzkohlegrillfleisch, dem ohrenbetäubenden Lärm tausender Motorroller, smaragdgrünen Buchten mit markanten Karstfelsen und der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen vor Ort.

Hier kann man für nur 2 $ die beste Pho-Suppe seines Lebens essen oder für 200 $ in einer Luxussuite mit Blick auf den Ozean residieren. Damit die Reise jedoch nicht im Chaos versinkt, bedarf es einer guten Vorbereitung. Wir zeigen Ihnen, wohin, wann und wie Sie Vietnam am besten bereisen.

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1. Wann ist die beste Reisezeit? (Wetter-Guide)

Da sich Vietnam über mehr als 1.600 km von Nord nach Süd erstreckt, variiert das Klima erheblich. Eine universelle beste Reisezeit für das ganze Land existiert daher nicht.

* Norden (Hanoi, Sapa, Halong-Bucht): Die ideale Zeit sind die Monate September bis November sowie März bis April. Im Sommer herrscht hier eine unerträgliche Hitze und Feuchtigkeit, während es im Winter (Dezember bis Februar) mit bis zu 10 °C sehr kühl werden kann und in den Bergen sogar Schnee fällt.

* Zentralvietnam (Da Nang, Hoi An, Hue): Hier reist man am besten von Februar bis August. Von September bis November herrscht Regenzeit mit Taifunen, was das Baden und Sightseeing unangenehm macht.

* Süden (Ho-Chi-Minh-Stadt, Phu Quoc, Da Lat): Die beste Reisezeit ist von Dezember bis April. Es erwartet Sie die Trockenzeit mit warmem Meer und klarem Himmel. Von Mai bis November gibt es tropische Regengüsse, die meist kurz, aber sehr heftig ausfallen.

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2. Wohin soll die Reise gehen? Die Top-Ziele

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Der Norden: Kultur, Gebirge und Buchten

* Hanoi: Eine Hauptstadt mit einer wahnsinnigen Energie. Entdecken Sie die engen Gassen des Alten Viertels, prächtige Tempel, das Ho-Chi-Minh-Mausoleum und den berühmten Eierkaffee (Egg Coffee).

* Halong-Bucht und Lan Ha: Ein UNESCO-Welterbe. Tausende von Kalksteinfelsen ragen hier majestätisch aus dem Wasser empor. Buchen Sie unbedingt eine Kreuzfahrt auf einer Dschunke mit Übernachtung an Bord. Geheimtipp: Entscheiden Sie sich für die Lan-Ha-Bucht, da diese weniger touristisch überlaufen und sauberer ist.

* Sapa: Hier finden Sie Reisterrassen, Nebelschleier, Bergdörfer und hervorragende Trekking-Möglichkeiten. Es ist der perfekte Ort, um den Alltag der ethnischen Minderheiten Vietnams kennenzulernen.

Zentralvietnam: Strände, Geschichte und Lampions

* Da Nang: Ein moderner Urlaubsort mit breiten Sandstränden, einer Brücke in Form eines Drachen (der am Wochenende Feuer speit) und den besten Wellen für Surfer.

* Hoi An: Eine historische Stadt, die sich abends in ein Märchen aus tausenden Seidenlaternen verwandelt. Hier gibt es keine Hochhäuser, sondern nur altehrwürdige Häuser. Ein absolutes Muss: Lassen Sie sich bei den örtlichen Schneidern Kleidung nach Maß anfertigen (das geht schnell, ist günstig und von hoher Qualität).

* Hue: Die einstige Kaiserstadt. Erkunden Sie die Verbotene Purpurstadt, die kaiserlichen Grabmäler und die beeindruckende Natur entlang des Parfüm-Flusses.

Der Süden: Dynamik, Dschungel und Entspannung

* Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon): Eine Millionenmetropole, in der moderne Wolkenkratzer neben französischer Kolonialarchitektur stehen. Besuchen Sie unbedingt die Tunnel von Cu Chi (eine unterirdische Partisanenstadt) und das Kriegsopfermuseum.

* Phu Quoc: Das wichtigste Strandziel des Landes. Es erwarten Sie schneeweiße Strände (besonders im Süden am Sao Beach), die schönsten Sonnenuntergänge Vietnams, ein Nachtmarkt mit Meeresfrüchten und eine Perlenfarm.

* Da Lat: Die Stadt des ewigen Frühlings in den Bergen. Hier ist es angenehm kühl, es wachsen Erdbeeren und Blumen, und man findet das berühmte Crazy House sowie eine Seilbahn über den Dschungel.

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3. Visum und Anreise (Für Bürger der Russischen Föderation und der GUS)

* Visum: Seit 2023 steht Bürgern der Russischen Föderation ein elektronisches Visum (E-Visa) für 90 Tage zur mehrfachen Einreise zur Verfügung. Dieses wird online über die offizielle Migrations-Webseite für 25 $ beantragt und in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Tagen ausgestellt.

* Insel Phu Quoc: Wenn Sie mit einem internationalen Flug direkt nach Phu Quoc fliegen und die Insel nicht verlassen, benötigen Sie für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen kein Visum.

* Anreise: Derzeit gibt es keine Direktflüge aus Russland. Die Anreise erfolgt mit einem Zwischenstopp (beispielsweise über Dubai, Doha, Istanbul, China oder andere südostasiatische Länder). Die Gesamtreisezeit beträgt dabei zwischen 14 und über 20 Stunden.

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4. Wie bewegt man sich im Land fort?

Vietnam ist riesig, und Fahrten von einer Stadt zur nächsten können einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.

1. Flugzeuge: Inlandsflüge mit Vietjet, Bamboo Airways oder Vietnam Airlines sind günstig und schnell. Wenn man frühzeitig bucht, kann ein Flug von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt lediglich 30 bis 40 $ kosten.

2. Züge: Die legendäre Nord-Süd-Verbindung. Die Fahrt ist langsam, aber die Aussicht aus dem Fenster (besonders am Hai-Van-Pass zwischen Hue und Da Nang) ist jede Minute wert. Es gibt Schlafwagenabteile.

3. Busse: Vergessen Sie alte Klapperkisten. Heutzutage sind Limousine Vans sehr beliebt – komfortable Minibusse mit Kapselsitzen, WLAN und Klimaanlage.

4. Innerhalb der Stadt: Nutzen Sie die Grab-App (ähnlich wie Uber). Sie können dort sowohl Autos als auch Motorrad-Taxis rufen, was im Stau schneller und günstiger ist.

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5. Essen: Ein kulinarisches Paradies

Die vietnamesische Küche gilt als eine der gesündesten und schmackhaftesten in ganz Asien.

* Was man probieren sollte: Pho-Suppe (Phở), Bun Cha (Bún Chả – Reisnudeln mit gegrilltem Schweinefleisch, Obamas Lieblingsgericht), Banh Mi (Bánh Mì – knuspriges Baguette mit Pastete, Fleisch und Gemüse) sowie Frühlingsrollen.

* Kaffee: Vietnam ist der zweitgrößte Kaffeeexporteur der Welt. Kosten Sie unbedingt Kaffee mit Kokosmilch (Coconut Coffee) oder den speziellen Eierkaffee.

* Sicherheit: Streetfood ist unbedenklich, solange Sie beobachten können, wie es direkt vor Ihren Augen bei starker Hitze zubereitet wird. Verzichten Sie bei günstigen Straßenständen auf rohes Gemüse und trinken Sie unter keinen Umständen Leitungswasser.

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6. Geld und Budget

* Währung: Vietnamesischer Dong (VND). Der Wechselkurs liegt ungefähr bei 1 EUR ≈ 27.000 VND oder 1 USD ≈ 25.000 VND.

* Lebensgefühl: Sie werden sich wie ein Millionär fühlen. Eine Mahlzeit an einem Straßenstand kostet etwa 50.000 bis 80.000 Dong (2 bis 3 $). Eine Flasche Wasser gibt es für etwa 5.000 Dong.

* Bezahlung: In Supermärkten und Hotels werden Karten akzeptiert (UnionPay, gelegentlich auch Visa/Mastercard, sofern sie nicht in Russland ausgestellt wurden). Dennoch gilt: Bargeld ist Trumpf. Führen Sie stets kleine Scheine (10k, 20k, 50k) mit sich, da Taxifahrer oder Markthändler sonst rein zufällig kein Wechselgeld auf einen 500.000-Schein finden könnten.

* Budget: Zu zweit kann man für 60 bis 80 $ am Tag sehr gut leben, in Restaurants essen, Ausflüge unternehmen und in guten Hotels übernachten.

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7. Wichtige Tipps und Überlebensregeln

1. Wie man die Straße überquert: Der Verkehr in Vietnam ist pures Chaos. Die Mofas bewegen sich in einem pausenlosen Strom. Die wichtigste Regel lautet: Gehen Sie einfach los und behalten Sie ein gleichmäßiges, langsames Tempo bei. Bleiben Sie nicht stehen und rennen Sie nicht los. Die Fahrer werden Ihnen ganz einfach ausweichen.

2. Handeln Sie: Auf Märkten und in Souvenirläden ist Feilschen ausdrücklich erwünscht. Versuchen Sie, den Preis mit einem Lächeln um 30 bis 50 % zu drücken. In Supermärkten und Geschäften mit Preisschildern ist Handeln hingegen nicht üblich.

3. Kommunikation: Kaufen Sie direkt am Flughafen eine lokale SIM-Karte. Die beste Netzabdeckung bietet der Anbieter Viettel. Das Internet ist hier günstig und extrem schnell (4G/5G).

4. Steckdosen: Meist werden die Typen A (Flachstecker wie in den USA) und C (europäischer Standard) verwendet. Am besten nehmen Sie einen Universaladapter mit.

5. Klimaanlagen: In Einkaufszentren, Bussen und Hotels sind die Klimaanlagen oft auf das Maximum eingestellt. Nehmen Sie einen leichten Pullover oder eine Strickjacke mit, um sich nicht zu erkälten.

Vietnam ist kein Ziel für klassischen All-inclusive-Urlaub. Es ist ein Land für Entdecker. Man kommt hierher für die Atmosphäre, das fantastische Essen und die Kontraste zwischen uralten Tempeln und futuristischen Wolkenkratzern sowie für das warme Meer und das Lächeln der Einheimischen.

Planen Sie Ihre Route so, dass Sie mindestens drei verschiedene Regionen sehen (zum Beispiel Hanoi + Halong + Da Nang/Hoi An + Ho-Chi-Minh-Stadt), und Sie werden sich garantiert für immer in dieses Land verlieben. Chúc bạn đi vui vẻ! (Gute Reise!)

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