London hat eine Kabine für Menschen gebaut, die von allem genug haben 😄
Die Idee war maximal gutherzig und nützlich.
Am Bahnhof Ealing Broadway in London wurde eine kleine Calm Space aufgestellt – eine ruhige, reizarme Kabine, in der Fahrgäste sich kurz vor Lärm, Gedränge und der allgemeinen Überlastung der U-Bahn zurückziehen können. Das Projekt richtet sich vor allem an neurodivergente Menschen und an alle, die mitten in der Fahrt einfach ein paar Minuten Stille brauchen. TfL hat diese Zone als mindestens vierwöchigen Test gemeinsam mit NOOK gestartet, unter Beteiligung von Autistica und von Menschen mit eigener Erfahrung mit sensorischer Überlastung.
Klingt großartig.
Das Problem lag nur an einer Sache.
Sie sieht zu sehr wie eine Kabine aus.
Sobald die Fotos der Konstruktion im Netz auftauchten, begannen die Nutzer zu scherzen, Transport for London habe auf dem Bahnsteig eine Luxus-Hundehütte eröffnet.
Und optisch lässt sich das wirklich schwer bestreiten: ein kleiner abgetrennter Raum, ein offener Eingang, kompakte Maße – alles sieht so aus, als müsste jetzt gleich ein sehr erschöpfter Labrador hineingehen und darum bitten, ihn nicht zu stören.
Besonders amüsant ist, dass die Idee selbst genau das Gegenteil der Scherze ist.
Dies ist kein Ort für Tiere und kein dekoratives Objekt, sondern der Versuch, den Verkehr für Menschen angenehmer zu machen, denen Lärm, grelles Licht, Gedränge und sensorische Überlastung besonders schwer zu ertragen sind.
Aber das Internet ist das Internet.
Wenn etwas auch nur ein wenig an eine Hundehütte erinnert, wird es sofort zur Hundehütte.
So hat die Londoner U-Bahn nun eine ziemlich seltene Konstruktion:
offiziell – Calm Space.
inoffiziell – eine VIP-Kabine für den Fahrgast, der von allem genug hat. 😄

