Am 17. Januar 2025 empfahl Israels Sicherheitskabinett die Genehmigung eines Waffenstillstandsabkommens mit Hamas, das die Rückkehr von Geiseln umfasst. Die Entscheidung folgte einer umfassenden Prüfung politischer, sicherheitspolitischer und humanitärer Faktoren, wie das Büro von Premierminister Benjamin Netanyahu mitteilte.
Das Abkommen soll am 21. Januar 2025 in Kraft treten, vorbehaltlich der Genehmigung durch das gesamte 33-köpfige Kabinett. In der ersten Phase sollen 33 israelische Geiseln, darunter Frauen und Kinder, im Austausch für etwa 1.000 palästinensische Gefangene freigelassen werden.
Netanyahu gab an, von den US-Präsidenten Joe Biden und Donald Trump die Zusicherung erhalten zu haben, dass die militärische Unterstützung wieder aufgenommen würde, falls die Verhandlungen zur zweiten Phase scheitern. Die Palästinensische Autonomiebehörde erklärte ihre Bereitschaft, nach dem Waffenstillstand die volle Verantwortung in Gaza zu übernehmen.
Katar spielte eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung des Waffenstillstands, wobei der Premierminister des Landes die Notwendigkeit betonte, einen palästinensischen Staat zu etablieren, um dauerhaften Frieden zu erreichen. Das Abkommen hat im gesamten Nahen Osten Feiern ausgelöst, obwohl Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Gewalt bestehen, mit Berichten über über 100 Tote in Gaza seit der Ankündigung.
Internationale Reaktionen umfassen die Bereitschaft der EU, eine Überwachungsmission am Grenzübergang Rafah neu zu stationieren, sowie ein Engagement von 120 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Gaza. Die G7-Staaten bezeichneten den Waffenstillstand als bedeutende Entwicklung und forderten dessen vollständige Umsetzung.
Während sich die Situation weiterentwickelt, sieht sich Netanyahu internen politischen Herausforderungen gegenüber, da Koalitionspartner ihre Opposition gegen das Abkommen äußern. Die kommenden Tage werden entscheidend für die Umsetzung des Waffenstillstands und den breiteren israelisch-palästinensischen Konflikt sein.