Bangkok, 19. Mai 2026. Die thailändische Regierung hat eine deutliche Verkürzung der visumfreien Aufenthaltsdauer für Staatsangehörige aus mehr als neunzig Ländern bekannt gegeben, darunter Russland, die USA, die EU-Staaten und Australien. Ab heute beträgt die maximale Aufenthaltsdauer ohne Visum nur noch dreißig Tage statt der bisherigen sechzig.
Die Entscheidung fiel nach einer Kabinettssitzung unter dem Vorsitz des Premierministers. Regierungsvertreter begründen diesen Schritt mit der Notwendigkeit, die Migrationsströme stärker zu kontrollieren und illegale Beschäftigung zu bekämpfen. Laut Angaben der Einwanderungsbehörde ist die Zahl der Überschreitungen der Aufenthaltsdauer in den letzten zwei Jahren um dreiundzwanzig Prozent gestiegen.
Die thailändische Tourismusbranche, die im Jahr 2025 über vierzig Millionen ausländische Gäste begrüßte, reagierte besorgt auf diese Nachricht. Der Hotelverband des Landes hat die Behörden bereits gebeten, ein vereinfachtes Verfahren zur Visumsverlängerung vor Ort für redliche Touristen einzuführen. Experten prognostizieren, dass diese Änderungen zu einer Umverteilung der Touristenströme zugunsten der benachbarten südostasiatischen Staaten führen könnten.
Die neuen Regelungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft und gelten bis Ende 2027, wobei eine spätere Überprüfung möglich ist. Touristen wird empfohlen, sich vor der Reiseplanung auf der offiziellen Website der thailändischen Einwanderungsbehörde oder bei den Konsulaten über die aktuellen Bestimmungen zu informieren.



