Ölpreise geben nach – Weltmärkte hoffen auf US-Iran-Waffenruhe

Autor: Tatyana Hurynovich

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Die Rohölpreise sind auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen, während die Aktienmärkte in Europa und Asien kräftig zulegten, beflügelt durch Berichte über eine vorläufige Einigung zwischen den USA und dem Iran, den Waffenstillstand um weitere 60 Tage zu verlängern.

Entwicklung der Ölpreise

Die globale Referenzsorte Brent verbilligte sich um mehr als 1 % auf 92,50 USD pro Barrel. Die WTI-Futures für den nächsten Monat notierten bei 87,40 USD, was einem Minus von knapp 1,7 % entspricht.

„Der Ölmarkt gibt angesichts des wachsenden Optimismus über eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran an ein Abkommen weiter leicht nach“, erklären die ING-Strategen Warren Patterson und Ewa Manthey.

Bemerkenswert ist, dass die Preise weiterhin über dem Vorkriegsniveau liegen: Ende Februar, vor Kriegsbeginn, wurde Brent bei rund 70 USD gehandelt. Die weitgehende Sperrung der Straße von Hormus stützt das Preisniveau weiterhin.

Aktienmärkte im Aufwind

Europäische Börsenplätze (bei Handelsbeginn)

Der Euro Stoxx 50 stieg um 0,5 %, während der Pariser CAC 40 um 0,6 % zulegte. Der Mailänder Index kletterte um 0,4 %, London und Frankfurt verbuchten jeweils ein Plus von 0,2 %.

Zu den Spitzenreitern in Europa gehörten die Aktien von Siemens Energy, Infineon Technologies und dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Die Papiere des dänischen Pharmariesen Novo Nordisk stiegen um etwa 0,5 %, nachdem Frankreich die Kostenerstattung für Abnehmpräparate angekündigt hatte.

Asiatische Märkte erreichen Rekordwerte

  • Nikkei 225 (Japan): +1,8 % auf 65.814,96 Punkte – nahe dem Rekordhoch
  • Kospi (Südkorea): +2,3 % auf 8.369,81 Punkte
  • Taiex (Taiwan): +2,3 %
  • S&P/ASX 200 (Australien): +1 % auf 8.681,80 Punkte

Der Hang Seng (Hongkong) legte um 0,4 % auf 25.098,68 Punkte zu.

Wall Street markiert neue Höchststände

Am Donnerstag kletterte der S&P 500 um 0,6 % auf 7.563,63 Punkte, während der Nasdaq Composite um 0,9 % auf 26.917,47 Punkte stieg. Die Aktien von Dollar Tree schossen nach besser als erwartet ausgefallenen Gewinnzahlen um 17,9 % nach oben, und Kohl’s sprangen um 20,6 % in die Höhe.

Makroökonomischer Kontext

Die europäischen Märkte verzeichneten Gewinne am Tag der Veröffentlichung von Inflationsdaten aus den vier größten Volkswirtschaften der Eurozone – entscheidende Indikatoren für die EZB vor ihrer Sitzung am 11. Juni. Die Märkte rechnen mit einer Zinserhöhung durch die EZB, da die Inflation aufgrund des Energieschocks durch den Krieg mit dem Iran weiter steigt und sich vom 2-Prozent-Ziel entfernt.

Risiken und Prognosen

Analysten mahnen zur Vorsicht: Selbst bei einer Verlängerung des Waffenstillstands wird die Wiederaufnahme der Öllieferungen Zeit in Anspruch nehmen. Die Strategen der ING geben zu bedenken: „Die Öffnung der Meerenge würde dem Ölmarkt zwar eine gewisse sofortige Entlastung bringen, da Tanker den Persischen Golf verlassen könnten, doch eine nachhaltige Erholung bleibt ungewiss.“

Am Devisenmarkt festigte sich der Dollar auf 159,30 Yen, der Euro sank auf 1,1646 USD, und der Goldpreis kletterte um 0,5 % auf 4.553 USD pro Unze.

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Quellen

  • Цены на нефть падают, рынки растут на надеждах на перемирие с Ираном

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