Die amerikanischen Börsenindizes nähern sich dem Wochenschluss in der Nähe ihrer historischen Höchststände. Am Donnerstag erreichte der S&P 500 einen neuen Schlussrekord, mit einem Anstieg von 0,65 % auf 7798,99 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average um 0,13 % zulegte. Am Freitag, dem 14. August, verarbeiten die Märkte frische makroökonomische Daten.
Die Märkte wurden diese Woche durch Daten zur abkühlenden Inflation (CPI und PPI) gestützt, welche die Befürchtungen der Anleger zerstreuten und die Erwartung stärkten, dass die US-Notenbank Fed in den kommenden Monaten einen Zyklus der Zinssenkungen statt Zinserhöhungen einleiten wird. Der S&P 500 und der Nasdaq steuern auf einen wöchentlichen Gewinn zu.
Am Freitag meldete das US Census Bureau, dass die Einzelhandelsumsätze im Juli unerwartet um 0,6 % zurückgingen, der stärkste Rückgang seit über einem Jahr. Zudem bewerten Anleger die jüngst veröffentlichten Daten zum Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan.
Die asiatischen Märkte sendeten diese Woche positive Signale: Der südkoreanische KOSPI-Index und der japanische Nikkei zeigten ein robustes Wachstum, was auf einen anhaltenden Risikoappetit an den globalen Handelsplätzen hindeutet.
Starke Unternehmensberichte stützten die Aktienentwicklung. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich bereits auf die Veröffentlichungen der Einzelhändler nächste Woche, darunter Target und Walmart, und danach auf den wichtigen Nvidia-Bericht am 26. August.
Globale Indizes, darunter der MSCI All-World, notieren nahe ihrer historischen Höchststände. Der Fokus der Anleger bleibt auf dem Thema Künstliche Intelligenz, wo starke Ergebnisse von Halbleiterunternehmen dazu beitragen, Bedenken hinsichtlich der enormen Kosten für die KI-Infrastruktur zu zerstreuen.
Rohöl der Sorte Brent stabilisierte sich bei rund 87 US-Dollar pro Barrel, vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen. Gold korrigierte und wird im Bereich von 4350–4396 US-Dollar pro Unze gehandelt, da Anleger nach den jüngsten Rekordständen Gewinne mitnehmen.
Der Dollar notiert nahe der Marke von 159 Yen, inmitten von Spekulationen über eine mögliche weitere Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan. Wie sich diese Faktoren in den kommenden Tagen auf die Marktdynamik auswirken werden, werden die Maßnahmen der Zentralbanken zeigen.
Der Volatilitätsindex VIX setzt seinen Rückgang fort, was ein geringes Angstniveau am Markt und das Vertrauen der „Bullen“ widerspiegelt.


