Die Regierung von Präsident Trump stellt aktiv Bundesgebiete für die Ansiedlung großer KI-Rechenzentren und der dazugehörigen Energiekapazitäten um. Das Energieministerium der USA kündigte am 29. Juli 2026 ein weiteres solches Projekt an.
Es handelt sich um eine ehemalige Urananreicherungsanlage aus der Zeit des Kalten Krieges in Paducah, Kentucky. Das Bundesgelände, das jahrelang saniert wurde, wird zum Standort für einen KI-Rechenzentrum-Campus.
Das 100 Milliarden Dollar teure Projekt sieht den Bau von 2-Gigawatt-Gaskraftwerken vor, die an das lokale Stromnetz angeschlossen werden, sowie von 2,6-Gigawatt-Batteriespeichersystemen. Die Finanzierung erfolgt aus privaten Quellen – durch Partnerschaften mit NextEra Energy, der Investmentfirma Brookfield und lokalen Energieversorgern.
Energieminister Chris Wright betonte: „Die US-Regierung nutzt ihre Vermögenswerte, wie Bundesgebiete, um Stromerzeugung hinzuzufügen, Arbeitsplätze zu schaffen und sicherzustellen, dass die USA im KI-Rennen die Nase vorn haben.“
Dies ist bereits das dritte Projekt dieser Art unter der aktuellen Regierung. Im März wurde die Umwidmung eines ehemaligen Nuklearstandorts in Pikton, Ohio, für ein 10-Gigawatt-Rechenzentrum angekündigt, das hauptsächlich mit Gas betrieben wird und teilweise aus Japan finanziert wird. Im Juli kündigte das National Nuclear Security Administration Pläne für ein 1-Gigawatt-Rechenzentrum am Savannah River Site in South Carolina an, wo eine mögliche Nutzung von Gas und Kernenergie in Partnerschaft mit Amentum in Betracht gezogen wird.
Die Behörden streben danach, die KI-Entwicklung zu beschleunigen und dem wachsenden lokalen Widerstand gegen solche Anlagen zu begegnen. Die Übertragung von Bundesgebieten ermöglicht es, einige bürokratische und öffentliche Hürden zu umgehen.

