Tarantino zeigte die ersten 17 Minuten der Fortsetzung von „Once Upon a Time in Hollywood“ beim AFI Fest

Autor: Svitlana Velhush

Beim AFI Fest in Los Angeles sorgte Quentin Tarantino für eine Überraschung: Nach der Vorführung von „Once Upon a Time in Hollywood“ präsentierte er die ersten 17 Minuten der Fortsetzung „The Further Mis-Adventures of Cliff Booth“.

Der von Tarantino geschriebene und von David Fincher inszenierte Film bringt Brad Pitt in der Rolle des Stuntmans Cliff Booth zurück. Die Handlung spielt im Jahr 1977 — acht Jahre nach den Ereignissen des Originals. Booth arbeitet nun als Hollywood-„Fixer“ und löst Probleme im Schatten der Studios.

Im Bild wechseln sich Gespräche und Explosionen ab: Mal dreht Booth im Kino eine Filmrolle, mal verstrickt er sich in dunkle Geschäfte. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus Pulp-Romanen und Noir, in der der Held zwischen dem Glanz Hollywoods und seinen Hinterhöfen balanciert.

Die zentrale Spannung ist Booths Kampf ums Überleben in einer Welt, die nicht mehr dieselbe ist. Er sucht keinen Ruhm, sondern einfach einen Platz in ihr, wobei er sein kaltblütiges Wesen und seine moralischen Grenzen bewahrt.

Die Zuschauer beschreiben die Vorführung als eine Mischung aus Spannung und dem vertrauten Tarantino-Charme: Die Dialoge packen, und die Gewaltszenen treffen genau ins Ziel. Ein konkretes Detail ist der Moment, in dem Booth ruhig über die Arbeit spricht, während sich hinter den Kulissen das Chaos entfaltet.

Das ist jetzt wichtig, weil die Fortsetzung bereits am 25 November in IMAX und am 23 Dezember auf Netflix erscheint. Tarantino tritt immer häufiger als Drehbuchautor und Schriftsteller auf und überlässt die Regie Fincher.

Ein unerwartetes Detail: Tarantino gestand, dass „Once Upon a Time in Hollywood“ genau wegen der Atmosphäre, „einfach mit den Figuren abzuhängen“, sein Lieblingsfilm zum Wiedersehen ist. Er sieht in Booth einen Helden einer ganzen Abenteuerreihe, wie in gedruckten Büchern.

Der Film eignet sich perfekt für Fans des Originals und von Pitt, die eine stärker handlungsorientierte Geschichte erwarten. Wer den reinen Tarantino hinter der Kamera sucht, sollte auf seine nächste Regiearbeit warten.

Vorerst hinterlassen die 17 Minuten den Eindruck, dass die Mythologie von „Once Upon a Time in Hollywood“ weiterlebt — und das ist für die Filmbranche schon für sich genommen ein Ereignis.

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Quellen

  • Festival News: Film Festivals, Music Festivals, And More - deadline.com

  • Quentin Tarantino & ‘Once Upon A Time In Hollywood’ Special Event Set For AFI Fest

  • Quentin Tarantino Shows Off First 17 Minutes of ‘Cliff Booth’ and Explains Decision to Revive Character

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