Es scheint, dass Marvel endlich eine Entscheidung über die Person getroffen hat, die einen der schwierigsten Stühle im Superheldenkino einnehmen soll.
Bereits Anfang August wurde Christopher Abbott als einer der Kandidaten für die Rolle des Charles Xavier – Professor X in der neuen Version der „X-Men“ genannt. Es wurde berichtet, dass der Schauspieler zusammen mit mehreren anderen Kandidaten an Screen-Tests teilgenommen hat.
Doch nun hat sich die Spannung aufgelöst.
Auf der D23 hat Marvel offiziell bekannt gegeben: Christopher Abbott wird der neue Professor X im Marvel-Universum.
Nach Patrick Stewart und James McAvoy
Die Aufgabe für Abbott ist fast undankbar.
Für mehrere Generationen von Zuschauern hat Charles Xavier zwei Gesichter.
Das erste ist Patrick Stewart, der den weisen und fast monumentalen Professor in der ursprünglichen Serie der „X-Men“ gespielt hat.
Das zweite ist James McAvoy, der einen jüngeren, emotionaleren und manchmal sehr verletzlichen Xavier gezeigt hat.
Jetzt muss Marvel eine dritte große Version des Helden schaffen.
Und die Wahl von Abbott deutet darauf hin, dass das Studio einen ganz anderen Weg gehen möchte.
Warum Christopher Abbott eine interessante Wahl ist
Abbott war nie ein typischer Kandidat für die Rolle eines perfekten Superhelden.
Und genau deshalb wirkt die Entscheidung interessant.
Bekannt ist er durch Projekte wie Poor Things, Possessor, Catch-22, Wolf Man und das Drama James White. Viel häufiger spielt er ängstliche, ambivalente, innerlich komplexe Menschen als klassische Helden.
Er hat eine seltene Qualität: Selbst wenn die Figur schweigt, entsteht das Gefühl, dass in ihr viel mehr vorgeht, als sie nach außen zeigt.
Für Charles Xavier könnte das ideal sein.
Professor X ist nämlich keineswegs nur ein freundlicher Mentor im Rollstuhl.
Er ist einer der stärksten Telepathen des Planeten, ein Mensch mit enormer Macht über das Bewusstsein anderer und zugleich ein Anführer, der ständig entscheiden muss, wo die Grenze zwischen dem Schutz der Menschen und der Kontrolle über sie verläuft.
In guten X-Men-Geschichten ist Xavier immer ein wenig gefährlicher, als er scheint.
Und Abbott kann diese Seite zeigen.
Marvel hat tatsächlich nach einem neuen Xavier gesucht.
Vor der offiziellen Ankündigung gab es viele Gerüchte um die Rolle.
Unter den Schauspielern, die vorsprachen oder in Betracht gezogen wurden, nannte man Bill Skarsgård, Tom Pelfrey, Harris Dickinson und Will Poulter.
Abbott selbst hat tatsächlich vorgesprochen.
Eine Zeit lang war völlig unklar, ob Marvel ihn ausgewählt hatte oder weiter suchte.
Jetzt kennen wir die Antwort.
Und offenbar hat Marvel bewusst auf ein offensichtliches "Star"-Casting verzichtet, zugunsten eines Schauspielers, der die Figur psychologisch komplexer machen kann.
Die neuen X-Men versammeln sich bereits
Xavier ist bei weitem nicht der einzige neue Mutant im MCU.
Marvel hat bereits die Hauptbesetzung des kommenden Films vorgestellt.
Sadie Sink wird Jean Grey spielen.
Kit Connor – Cyclops.
Samara Weaving – Emma Frost.
Maya Boyd – Storm.
Inde Navarrette — Rogue.
Und einer der Hauptgegner des Teams wird Mister Sinister, dargestellt von Adam Driver.
Das ergibt eine sehr ungewöhnliche Besetzung – weit weniger vorhersehbar als viele Fan-Castings der letzten Jahre.
Eine neue Ära der Mutanten
Auf dem Regiestuhl sitzt Jake Schreier, und die Premiere der neuen Version der „X-Men“ ist derzeit für den 5. Mai 2028 geplant.
Für Marvel ist dies eines der wichtigsten Projekte der kommenden Jahre.
Die X-Men waren zu lange getrennt vom Hauptfilmuniversum, und nun muss das Studio nicht nur ein neues Team vorstellen, sondern auch neu erklären, wer die Mutanten im MCU sind.
Und genau Professor X wird die Person sein, um die sich diese Geschichte weitgehend drehen soll.
Daher wirkt die Wahl von Christopher Abbott besonders faszinierend.
Er ähnelt weder Stewart noch McAvoy.
Er hat nicht die übliche superheldenhafte Feierlichkeit.
Dafür hat er innere Anspannung, Intelligenz und das Gefühl verborgener Stärke.
Und vielleicht ist genau das der Professor X, den Marvel jetzt braucht – kein makelloser Weiser, sondern ein Mensch, der wirklich mit der Last seiner eigenen Macht kämpfen muss.




