Am 10. Juli 2026 veröffentlichte das Kriegsministerium das vierte Paket der Materialien des PURSUE-Programms. Von den insgesamt 40 neuen Dateien entfallen 19 auf Videoaufnahmen, was nahezu die Hälfte dieser Tranche ausmacht. Obwohl dies weniger als beim Rekord der zweiten Veröffentlichung mit 51 Videos ist, zeichnet sich dieses Paket durch eine enorme geografische Bandbreite und eine hohe Bildqualität aus.
Einer der am intensivsten diskutierten Fälle ist DOW-UAP-PR115 (Golf von Amerika, 2019). Die Infrarotaufnahme zeigt ein Objekt, welches über einen längeren Zeitraum seine Position über dem Wasser hielt und dabei drastische Helligkeits- sowie Formwechsel vollzog. Ein Militärbeobachter mit 28-jähriger Berufserfahrung beschrieb das Phänomen als „mit nichts vergleichbar, was ich zuvor gesehen habe“. Das Video entwickelte sich binnen kürzester Zeit zum viralen Hit.
Auf nicht minder großes Interesse stieß DOW-UAP-PR116 (Atlantischer Ozean, 2020). Die 32-sekündige Sequenz zeigt ein dunkles Objekt mit einer geschätzten Höhe von etwa 12 bis 15 Fuß. Es trieb mit dem Wind ohne erkennbare Eigenmanöver und erinnerte an einen „großen, leicht deformierten Ball oder Ballon“. Trotz der Ähnlichkeit mit einem Aerostaten gelang der AARO keine eindeutige Identifizierung, weshalb der Vorfall weiterhin als ungelöst eingestuft wird.
The Pentagon released a 3rd batch of UFO files. We enhanced a still from this UAP case: Atlantic Ocean, 2020: 32 seconds of military infrared. NORTHCOM reported it, AARO couldn't resolve it - a "maroonish," 12-15 foot object that "traveled with the wind."
Ebenfalls im Fokus stand DOW-UAP-PR030 (Nahost, 2023). Ein 10-sekündiger Clip einer Militärplattform zeigt zwei kontrastreiche Lichtbereiche, die das Sichtfeld des Sensors in hohem Tempo durchqueren. Eines dieser Objekte tritt von unten rechts ins Bild und verlässt es oben; das zweite bewegt sich von oben nach unten. Die Kürze der Aufnahme sowie die Bewegungsdynamik lösten lebhafte Diskussionen aus: Viele Experten wiesen darauf hin, dass Flugbahnen und Geschwindigkeiten der Objekte nicht den Parametern herkömmlicher Drohnen, Jets oder Raketen in dieser Region entsprächen.
Ergänzt wird die Reihe maritimer Vorfälle durch Aufnahmen aus dem asiatisch-pazifischen Raum. DOW-UAP-PR104 (Gelbes Meer, 2025) zeigt ein Objekt mit der Silhouette eines sechszackigen Sterns. DOW-UAP-PR105 (Ostchinesisches Meer, 2025) dokumentiert wiederum die längere Verfolgung eines Ziels mit mehrfachen Brennweitenanpassungen.
Aus den Archivbeständen sticht DOW-UAP-PR113 (Westliche USA, 1996) hervor – eine 2 Minuten und 57 Sekunden lange Sequenz, in der ein unbekanntes Flugobjekt das Sensorfeld kreuzt.
Die Resonanz auf die vierte Veröffentlichung war so lebhaft wie selten zuvor. Die Videos vom Persischen Golf über den Atlantik und Nahost bis hin zum Gelben Meer verzeichneten augenblicklich Hunderttausende Aufrufe. In den Diskussionen stand die Frage im Mittelpunkt, weshalb diese Objekte so häufig über Meeresgebieten und in der Nähe militärischer Sperrzonen auftauchen. Viele Kommentatoren hoben die bemerkenswerte Bildschärfe sowie das Fehlen konventioneller Erklärungen hervor.
Aktuell werden alle 19 Videodateien offiziell als ungelöste Berichte (Unresolved UAP Reports) geführt. Das Kriegsministerium betont ausdrücklich, dass die Materialien zwecks einer unabhängigen Analyse publiziert werden. Die vierte Tranche hat einmal mehr bewiesen, dass das UAP-Phänomen eine enorme räumliche und zeitliche Dimension besitzt – von Archivfunden aus dem Jahr 1996 bis hin zu aktuellen Vorfällen von 2025 – wobei Videoaufzeichnungen dabei das entscheidende Instrument für solche Analysen bleiben.

