Am 19 September 2026 wurde in Kopenhagen der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, zum neuen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses gewählt. Er wird den italienischen Admiral Giuseppe Cavo Dragone ablösen.
Breuer, der 61 Jahre alt ist, wird sein Amt im Juli 2027 antreten. Bei der Wahl setzte er sich gegen die Chefin des kanadischen Generalstabs, General Jennie Carignan, durch.
Der Militärausschuss ist das höchste militärische Gremium des Bündnisses. Sein Vorsitzender koordiniert die Positionen der Generalstabschefs der Mitgliedstaaten und fungiert als oberster militärischer Berater des NATO-Generalsekretärs.
Deutschland hatte Breuers Kandidatur bereits im Februar 2026 vorgeschlagen. Verteidigungsminister Boris Pistorius hob damals die analytischen Fähigkeiten und den Weitblick des Generals hervor.
Die Wahl wird als Anerkennung der wachsenden Rolle Deutschlands in der europäischen Verteidigung betrachtet. Berlin führt derzeit in Europa bei den Verteidigungsausgaben.
Zuletzt hatte ein Deutscher diesen Posten vor mehr als 20 Jahren inne — es war General Harald Kujat in den Jahren 2002–2005.
Breuer steht seit März 2023 an der Spitze der Bundeswehr. Zuvor kommandierte er das Territoriale Führungskommando und leitete die operative Gruppe zur Bekämpfung von COVID-19.
Wie wird sich dies auf das Kräfteverhältnis innerhalb des Bündnisses in den kommenden Jahren auswirken?
In seiner Rede nach der Wahl dankte Breuer den Kollegen für das Vertrauen und betonte, dass das Bündnis vor ernsten Herausforderungen im Bereich der Sicherheit Europas und darüber hinaus stehe.
Der amtierende Vorsitzende, Admiral Cavo Dragone, gratulierte seinem Nachfolger und wünschte ihm Erfolg, wobei er dessen Erfahrung und Kenntnis der NATO hervorhob.



