Der neue Film „Animals“ (Animals, 2026) — das ist einer jener Fälle, in denen es schon interessant ist, einfach nur dem Spiel von Ben Affleck zuzusehen.
Hier spielt er nicht nur die Hauptrolle, sondern fungiert auch als Regisseur und Mitautor des Drehbuchs. Affleck spielt Mark Kimball — einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters von Los Angeles, dessen sorgfältig aufgebautes Leben nach der Entführung eines Kindes zu zerbrechen beginnt.
Gerade Affleck ist hier wohl das Interessanteste.
Er spielt merklich anders als in vielen seiner früheren Filme: weniger äußere Heroik, mehr innere Anspannung, Zweifel, Angst und der ständige Versuch, die Kontrolle zu bewahren, wenn ringsum alles zu zerfallen beginnt.
Es ist sehr schön, einfach seinem Spiel zuzusehen.
Neben ihm — eine hervorragende Besetzung: Kerry Washington, Gillian Anderson, Steven Yeun, Adriana Paz, Luis Gerardo Méndez, Ray Fisher und andere.
Besonders gut sind Kerry Washington und Gillian Anderson. Jede hat eine ganz eigene Energie, und beide verstärken hervorragend das Gefühl, dass man in dieser Geschichte niemandem bis zum Ende trauen kann.
Vom Genre her ist das eher ein psychologischer Kriminalthrillerals ein gewöhnlicher Film über eine Entführung.
Hier zählen nicht nur die Ereignisse, sondern auch, wie Menschen unter Druck sich verändern, welche Entscheidungen sie treffen und was vom Menschen übrig bleibt, wenn die gewohnte Maske zu fallen beginnt.
Affleck selbst sagte, ihn habe besonders die Frage interessiert: Wer sind wir wirklich, wenn diese Masken verschwinden? Und das ist im ganzen Film gut zu spüren.
Der Film versucht nicht, ständig mit Action zu drücken. Die Spannung baut sich hier allmählich auf — durch Gespräche, moralische Entscheidungen, Misstrauen und das Gefühl, dass die Situation immer gefährlicher wird.
Insgesamt — ein guter psychologischer Thriller für Liebhaber des Genres.
Kein Film, der unbedingt allen gefallen wird, aber wenn Sie Geschichten über Menschen mögen, die in eine Situation geraten, in der sie zwischen Familie, Moral und eigenen Interessen wählen müssen, — dann lohnt es sich, ihn anzusehen.
Und ganz besonders — wegen Ben Affleck.
Hier ist er wirklich gut.
Gaya-Bewertung: 7.1/10



