Die Rückkehr der Miranda Priestly: Warum „Der Teufel trägt Prada 2“ die perfekte Lektion in Sachen Unternehmensdiplomatie ist

Autor: Svitlana Velhush

The Devil Wears Prada 2 — Russischer Trailer (Synchronisation, 2026)

Genau zwanzig Jahre später lässt Miranda Priestly die Modewelt erneut den Atem anhalten. Das im Mai 2026 erschienene Sequel „Der Teufel trägt Prada 2“ beweist, dass die lang erwartete Rückkehr der alten Garde weit mehr als nur ein kommerzieller Schachzug sein kann, nämlich intelligentes und leichtfüßiges Starkino auf höchstem Niveau. Die Produktion versucht erst gar nicht, mit billiger Nostalgie zu punkten. Sie nimmt eine ganz andere Hürde: Sie zeigt, wie Kultfiguren in einer Ära überleben, in der gedruckter Hochglanz den Algorithmen der sozialen Medien und den Influencern weichen musste.

Der zweite Teil verspricht leicht zugängliche Unterhaltung, die dennoch Tiefgang und Substanz bietet. Die Macher sind jener Erfolgsformel treu geblieben, die das Original zum Kult machte: scharfzüngiger Humor, stilvolle Outfits, die Intrigen der Modewelt und universelle Lebenssituationen.

Meryl Streep kehrt mit derselben magnetischen Ausstrahlung auf die Leinwand zurück, die sie bereits 2006 als Eiskönigin der Laufstege auszeichnete. Ihre Figur hat nichts von ihrer Durchsetzungskraft verloren, sieht sich jedoch mit einer neuen Realität konfrontiert – traditionelle Magazine kämpfen mit schwindenden Budgets. Die Handlung konzentriert sich auf das Aufeinandertreffen von Miranda und ihrer ehemaligen Assistentin Emily (Emily Blunt), die mittlerweile an der Spitze eines großen Lifestyle-Konglomerats steht. Inmitten dieses Duells der Ambitionen findet sich die gereifte Andy Sachs (Anne Hathaway) wieder.

Warum kommt dieser Film bei einem weiblichen wie männlichen Publikum gleichermaßen gut an? Die Drehbuchautoren haben sich von dem banalen Konzept eines reinen „Modefilms“ verabschiedet. Vor uns liegt eine dynamische Business-Sitcom und zugleich ein knallhartes Drama über Burnout, Karriere-Kompromisse und die Frage, wie man sich an der Spitze der Konzernhierarchie treu bleibt. Das männliche Publikum erkennt hier klare Geschäftsstrategien, Krisenmanagement und das Ränkespiel großer Medienholdings wieder. Die Frauen genießen hingegen das präzise psychologische Duell dreier herausragender Schauspielerinnen und den makellosen visuellen Stil.

Trotz der thematisierten Krise der Printmedien ist der Film erstaunlich leicht konsumierbar geblieben. Die Spielzeit wirkt nicht in die Länge gezogen, und die Dialoge verzichten auf moralische Belehrungen. Langfristig könnte dieser Release einen neuen Trend für hochwertige Fortsetzungen klassischer Stoffe setzen, ohne dabei das Original umschreiben zu wollen. Kann der Journalismus der alten Schule im digitalen Zeitalter bestehen, ohne sein Gesicht zu verlieren? Das Sequel liefert darauf eine ironische, aber durchaus inspirierende Antwort. Dieses Kinoerlebnis erweitert definitiv den Horizont und hinterlässt den Nachhall einer anspruchsvollen, exklusiven intellektuellen Unterhaltung.

Der Film ist für ein weibliches wie männliches Publikum gleichermaßen interessant:

Für Frauen ist es eine Geschichte über Karriere, Ambitionen, Mentoring, weibliche Freundschaft und die Suche nach der Balance zwischen Beruf und Privatleben.

Für Männer bietet der Film einen packenden Plot in der Welt der Haute Couture, brillante Dialoge, charismatische Charaktere sowie Themen wie Erfolg, Macht und den Preis, den man dafür zahlt.

🎬 Höchstes Niveau in der Umsetzung

Regie, Kameraarbeit, Kostüme und die schauspielerischen Leistungen bewegen sich auf einem tadellosen Niveau. Meryl Streep stellt ihr Können erneut unter Beweis, indem sie Miranda Priestly als facettenreiche Figur anlegt, während die Chemie zwischen dem gesamten Ensemble in jeder Einstellung spürbar ist.

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Quellen

  • The Devil Wears Prada 2's Release Date Has Been Revealed

  • The Devil Wears Prada 2

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