Am 23. März 2025 billigte die israelische Regierung unter der Führung von Premierminister Benjamin Netanjahu einstimmig einen Misstrauensantrag gegen Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara. Diese Maßnahme stellt den ersten Schritt in einem Verfahren dar, das zu ihrer Entlassung führen könnte. Justizminister Yariv Levin hatte Baharav-Miara zuvor beschuldigt, ihr Amt zu politisieren und die Regierung zu behindern. Der Antrag wurde während einer Kabinettssitzung inmitten anhaltender Straßenproteste angenommen. Nach israelischem Recht muss ein fünfköpfiges Komitee für ihre Entlassung stimmen, bevor formelle Verfahren eingeleitet werden können. Netanjahu war aufgrund eines Interessenkonflikts bei der Abstimmung abwesend, da gegen ihn derzeit ermittelt wird. Baharav-Miara nahm ebenfalls nicht teil, sandte aber einen Brief an die Minister, in dem sie die Abstimmung anprangerte. Gleichzeitig demonstrierten Zehntausende Israelis am sechsten Tag in Folge in Jerusalem und Tel Aviv. Die Proteste werden durch die Sorge um israelische Geiseln nach der Wiederaufnahme der Bombenanschläge in Gaza, die Empörung über Maßnahmen zur Entlassung des Direktors des nationalen Geheimdienstes und die mögliche Entlassung von Baharav-Miara angeheizt. Demonstranten und die Opposition werfen Netanjahus Regierung vor, wichtige staatliche Institutionen zu untergraben.
Israelische Regierung billigt Misstrauensvotum gegen Generalstaatsanwältin inmitten von Protesten
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