Im französischen Departement Saône-et-Loire sprach die Polizei im Juli eine offizielle Warnung an alle Autofahrer aus: „Nicht alle Verkehrsteilnehmer sind nüchtern“. Hirsche hatten sich im Wald an überreifen, fermentierten Früchten gütlich getan, sich einen Rausch angetrunken und begannen daraufhin, sich völlig unberechenbar zu verhalten: Sie liefen im Zickzack, blieben mitten auf der Fahrbahn stehen oder änderten abrupt die Richtung.
Ein klassisches Beispiel für französischen Charme: Selbst die Wildtiere wissen offenbar einen guten Tropfen – oder zumindest vergorene Beeren – zu schätzen.
Infolge der extremen Hitze und des Überflusses an reifen Früchten in den Wäldern fraßen die Tiere Unmengen an überreifen Beeren, Äpfeln und anderen Gaben der Natur, die bereits zu gären begonnen hatten. Dadurch nahmen die Waldbewohner natürlichen Alkohol zu sich und sorgten für ein regelrechtes Chaos auf den Verkehrswegen:
- sie liefen im Zickzack,
- blieben plötzlich mitten auf der Fahrbahn stehen,
- änderten ruckartig ihre Laufrichtung,
- und legten sich manchmal sogar einfach direkt auf dem Asphalt zur Ruhe.
Die Polizei reagierte schlagfertig und veröffentlichte in den sozialen Netzwerken eine offizielle, humorvolle Warnung:
„Nicht alle Verkehrsteilnehmer sind nüchtern. Wenn Bambi zu viel vom Wald-Aperitif genascht hat, sollte man lieber nicht zu sehr aufs Gas treten.“
Die Autofahrer wurden gebeten, ihre Geschwindigkeit zu drosseln und auf „unerwartete Straßenüberquerungen, instabile Trajektorien und eine kopflose Flucht“ vorbereitet zu sein. Der Beitrag verbreitete sich viral und sorgte landesweit für ein Schmunzeln.
Warum das so typisch französisch ist
Selbst in einer solchen Situation bewahrten die Franzosen ihren charakteristischen Charme und ihre Selbstironie. Anstatt einer trockenen Ermahnung machten sie aus der Lage ein charmantes und geistreiches Meme. Wenn schließlich sogar wilde Hirsche den Wert von vergorenem Obst zu schätzen wissen, kommt das fast einer nationalen Tradition gleich!
Solche Geschichten rufen in Erinnerung, dass auch die Natur gelegentlich gerne einmal „die Seele baumeln lässt“. Glücklicherweise konnten schwere Unfälle durch die „betrunkenen“ Hirsche vermieden werden – alle Beteiligten kamen wohlbehalten nach Hause (wenn auch hoffentlich mit einem leichten Kater).


