Kanada tritt dem Eurovision Song Contest bei: Musik verbindet Kontinente

Autor: Inna Horoshkina One

Welcome to #Eurovision Canada! 🇨🇦 In 2027 we'll have our newest participant making its debut

Die musikalische Weltkarte wächst stetig weiter. Am kanadischen Nationalfeiertag, dem 1. Juli, gaben die Europäische Rundfunkunion (EBU) und CBC/Radio-Canada offiziell bekannt, dass das Land beim Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien debütieren wird.

Dies ist die erste Erweiterung des Teilnehmerfeldes seit elf Jahren — nach dem Beitritt Australiens im Jahr 2015. Kanada wird das erste neue Land sein, das unter eigener Flagge antritt. Ein nationaler Vertreter wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgewählt, wobei das Land seine Teilnahme im Halbfinale beginnen wird.

Diese Entscheidung wurde möglich, nachdem CBC/Radio-Canada im Juni den Status eines Vollmitglieds der Europäischen Rundfunkunion erhalten hatte. Der entsprechende Beschluss wurde am 25. Juni auf der 96. Generalversammlung der EBU in Prag gefasst. Zuvor war die kanadische Sendeanstalt über siebzig Jahre lang als assoziiertes Mitglied der Organisation geführt worden.

Kanadas Interesse am Eurovision Song Contest geht längst über die reine Zuschauerrolle hinaus. Während des Wettbewerbs 2026 gehörte das Land zu den drei stimmgewaltigsten Nationen unter den außereuropäischen Staaten. Die Regierung unterstützte zudem den Ausbau der internationalen Ausstrahlung, indem sie Mittel für die Modernisierung von CBC und die Prüfung einer ESC-Teilnahme bereitstellte.

Dabei begann die Verbindung Kanadas zum Wettbewerb schon lange vor dem heutigen Tag. Kanadische Künstler standen bereits auf der Bühne des Wettbewerbs, allerdings für andere Länder. Das bekannteste Beispiel ist Céline Dion, die 1988 mit dem Lied Ne partez pas sans moi den Sieg für die Schweiz errang und damit den Grundstein für ihre Weltkarriere legte. Später wurde Kanada auch durch andere Künstlerinnen wie Natasha St-Pier (Frankreich, 2001) und La Zarra (Frankreich, 2023) vertreten.

ESC-Direktor Martin Green bezeichnete diesen Schritt als Zeichen dafür, dass der in Europa entstandene Wettbewerb weiter expandiert und Stimmen aus aller Welt willkommen heißt. Ihm zufolge wird Kanada „seine eigene Stimme, Kreativität und Energie“ auf die Bühne in Bulgarien im Jahr 2027 bringen.

Diese Erweiterung folgt der neuen Vision des Eurovision Song Contest als globales kulturelles Ereignis — eine Plattform, auf der nationale Grenzen an Bedeutung verlieren und Musik tatsächlich Kontinente und Kulturen in einem gemeinsamen schöpferischen Raum vereint.

Doch das eigentlich Spannende beginnt jenseits der offiziellen Verlautbarungen.

Was hat dies für den Klang unseres Planeten bedeutet?

Wenn eine neue Stimme in den gemeinsamen Chor einstimmt, erweitert sich nicht nur der Wettbewerb.

Es vergrößert sich der Raum des gemeinsamen Klangs, in dem Musik zu einer Sprache wird, die Kontinente, Kulturen und Menschen verbindet.

Vielleicht entsteht genau so eine neue musikalische Realität. Nicht durch Wettbewerb.

Sondern durch die Begegnung verschiedener Stimmen, die gemeinsam eine gewaltigere Sinfonie der Erde erschaffen.

Wahre Musik beginnt dort, wo jede Stimme sie selbst bleibt, aber bereits als Teil eines Ganzen erklingt.

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Quellen

  • EBU and CBC/Radio-Canada announce Canada's participation in Eurovision Song Contest 2027

  • Canada will enter the 2027 Eurovision Song Contest

  • CBC/Radio-Canada became a full member of the European Broadcasting Union on June 25, 2026

  • 96-я Генеральная ассамблея EBU в Праге 25 июня 2026

  • Céline Dion won Eurovision 1988 for Switzerland

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