Wir präsentieren Ihnen unsere Kritik zum neuen „Supergirl“-Film. Das Werk bietet puren kosmischen Drive, bricht mit gängigen Konventionen und markiert einen absoluten Triumph für Milly Alcock.
Es gibt Filme, die man sich einfach ansieht, und solche, die einen von der ersten Sekunde an packen und bis zum Abspann nicht mehr loslassen. „Supergirl“ gehört zweifellos in die zweite Kategorie. Es ist ein leichtfüßiges, farbenfrohes und unglaublich lebendiges Spektakel, dem man sich kaum entziehen kann. Wer nach der perfekten Symbiose aus tiefgründigem Charakterkino und bildgewaltigem Blockbuster gesucht hat, wird hier endlich fündig.
Unsere Bewertung auf Gaya.one lautet solide 8.2/10. Wir erklären Ihnen, warum dieser Film Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit verdient.
Das Herz des Films: Milly Alcock und der Bruch mit Gender-Standards
Die Kritiker sind sich einig über die fabelhafte Darbietung von Milly Alcock, der es gelingt, den komplexen Charakter der rebellischen Kara authentisch zu verkörpern. Die australische Schauspielerin, die durch ihre Rolle als junge Prinzessin Rhaenyra Targaryen in der ersten Staffel von „House of the Dragon“ Weltruhm erlangte, erreicht hier ein völlig neues schauspielerisches Level.
Abseits von Fantasy und Superhelden-Epen stellte Milly ihr Können bereits in der US-amerikanischen schwarzen Komödie von Netflix unter Beweis, wo sie an der Seite von Julianne Moore und Kevin Bacon eine der Hauptrollen (Simone Dewitt) übernahm. Ihr komödiantisches Talent, das in der Serie „Sirens“ so deutlich hervorstach, verspricht für künftige Projekte noch viel Potenzial. Doch „Supergirl“ fungiert nun zweifellos als ihr wichtigstes Aushängeschild im Superhelden-Genre.
Besonders überzeugend wirkt dabei die Herangehensweise an die Figur. Die Schauspielerin betont stolz, dass der Film gänzlich ohne eine romantische Nebenhandlung auskommt. Alcock genießt es, eine starke, emotional „zerbrochene“ und „unvollkommene“ Frau darzustellen, die mutig mit den üblichen geschlechterspezifischen Standards des Kinos bricht. Hier gibt es keine Klischees über die „Rettung durch den Prinzen“ – im Fokus stehen ausschließlich Charakterstärke, innerer Schmerz und eine gewaltige Kraft.
Lobo: Chaos, Charisma und eine elektronische Zigarre
Doch was wäre eine Weltraum-Saga ohne schillernde Weggefährten? Jason Momoa verleiht dem Film in der Rolle des intergalaktischen Söldners Lobo eine enorme Portion chaotischer und wahnsinniger Energie. Momoa agiert schlichtweg brillant: Seine charakteristische Unverfrorenheit, die maskuline Präsenz und... seine E-Zigarre gehören zu den einprägsamsten und witzigsten Details des Films. Das Zusammenspiel und die Konfrontation zwischen ihm und Alcock sprüht von Anfang bis Ende vor Funken.
Visueller Genuss und galaktische Ausmaße
Die Spezialeffekte in „Supergirl“ übertreffen sämtliche Erwartungen. Die Macher haben weder bei den finanziellen Mitteln noch bei der Kreativität gespart: Das Publikum darf sich auf Teleportationen und eine packende Schwerelosigkeit im All freuen, die nahtlos und visuell beeindruckend in eine Transformation übergeht. Futuristische Schiffe, schaurig-schöne außerirdische Kreaturen und drollige Roboter erzeugen eine Atmosphäre, die sich gemächlich entfaltet und es dem Zuschauer ermöglicht, tief in diese Welt einzutauchen.
Dabei verliert der Film nie an Fahrt: Alles wird in Bestform präsentiert, getragen vom puren Adrenalin eines Actionfilms in all seinen Facetten.
Feiner Humor und markanter Stil
Trotz der galaktischen Ausmaße und der dramatischen Hintergrundgeschichte der Heldin ist das Werk von einem sehr feinsinnigen, intelligenten Humor durchzogen. Der Film verfällt nie in Plattheiten, sondern bleibt ein beschwingtes, farbenprächtiges und leuchtendes Vergnügen.
Das Gaya.one-Fazit: „Supergirl“ verdient sich seine 8.2/10 durch einen perfekt gewählten Cast, grandiose Spezialeffekte und eine erstklassige visuelle Umsetzung. Es ist ein Film, der Stereotype aufbricht, ästhetischen Genuss bietet und beweist, dass das Superhelden-Genre mutig, stilvoll und wahrhaft fesselnd sein kann. Ein absolutes Muss für jeden Kinofan!



