Das Tribeca Festival ist mit der ausverkauften Premiere einer Dokumentation über Earth, Wind & Fire glanzvoll gestartet.
Der Film porträtiert jene Band, die in den 1970er Jahren Funk, Soul und Pop zu einem einzigartigen Sound verschmolz und damit für ganze Generationen zum kulturellen Meilenstein wurde.
Im Zentrum der Erzählung steht die Geschichte der drei White-Brüder, ihr Aufstieg aus den Clubs von Chicago in die Stadien der Welt und ihr Ringen um das künstlerische Erbe in einem sich wandelnden Musikmarkt.
Das Werk ist als klassisches Musikporträt in einem warmen, nostalgischen Ton gehalten, wobei seltenes Archivmaterial geschickt mit aktuellen Interviews von Bandmitgliedern und Weggefährten verwoben wird.
Die zentrale Spannung der Dokumentation liegt in dem Wunsch, die lebendige Energie des Ensembles trotz fortschreitender Kommerzialisierung und dem Verlust wichtiger Gründungsmitglieder lebendig zu halten.
Das Ansehen des Films gleicht dem Blättern in einem Familienalbum zu den Klängen vertrauter Welthits: warmherzig, authentisch und ganz ohne unnötigen Kitsch.
In besonderer Erinnerung bleibt eine Szene einer Probe aus dem Jahr 1975, in der die Bandmitglieder ihre Harmonien sitzend auf dem Boden des Studios perfektionieren.
Dieses Ereignis gewinnt dadurch an Relevanz, dass Tribeca die Eröffnung des Festivals erneut als Bühne für deutliche kulturelle und politische Botschaften nutzt.
Ein überraschendes Detail war die Präsenz des Enkels des legendären Gründers von Earth, Wind & Fire. Er vertrat die Familie White bei dieser bedeutenden Premiere und übergab dem Archiv des Festivals wertvolle Originalnoten ihrer Songs.
Das Programm der kommenden Tage verspricht weitere Höhepunkte, bei denen die Schnittmengen zwischen Musik und Politik immer wieder im Fokus stehen werden.



