Am 12. Juni 2026 veröffentlichte das US-Kriegsministerium im Rahmen des PURSUE-Programms ein drittes Paket an Materialien. Diese Veröffentlichung markiert den nächsten wichtigen Schritt in dem am 8. Mai eingeleiteten Prozess einer systematischen Informationsfreigabe.
Während die erste Tranche etwa 162 Dateien umfasste und die zweite die Gesamtzahl auf 222 erhöhte, kamen mit der dritten Veröffentlichung über 70 neue Dokumente hinzu. Damit stehen auf dem Portal war.gov/UFO nun mehr als 290 Dateien zur Verfügung.
Das neue Paket unterscheidet sich in seiner Art deutlich von den vorangegangenen. Während der Schwerpunkt der ersten beiden Veröffentlichungen auf militärischen Sensoraufzeichnungen lag, weitete die dritte Tranche den Bereich der Berichte unter Einbeziehung des FBI und von Privatpersonen erheblich aus. Zu den am stärksten diskutierten Materialien gehören die Videos FBI-UAP-PR003 („Orbs Over the Pond“, 2024) und FBI-UAP-PR004 („Northeastern Orb Sighting“, 2025). Diese mit herkömmlichen Smartphones erstellten Aufnahmen zeigen leuchtend rote und orangefarbene Kugeln, die in vergleichsweise geringer Höhe erscheinen, sich ruhig bewegen und bisweilen paarweise oder in kleinen Formationen gesichtet werden.
Besonderes Augenmerk liegt auf Vorfällen mit mehreren Augenzeugen, darunter auch Aussagen von FBI-Agenten. Eine dieser Episoden beschreibt ein Ehepaar im Nordosten der USA: Zwei rote Kugeln mit einem weißen Plasmakern schwebten in der Nähe ihres Hauses, bevor sie langsam hinter der Waldgrenze verschwanden. Viele dieser Fälle verbleiben weiterhin in der Kategorie „unresolved“.
Die dritte Veröffentlichung enthält zudem weitere historische Dokumente, Geheimdienstberichte und optimierte Bildaufnahmen. Seit dem Start wurde das Portal war.gov/UFO über 1,7 Milliarden Mal besucht, was das enorme öffentliche Interesse an der Thematik verdeutlicht.
Wie das Kriegsministerium und das Weiße Haus erklärten, verlaufen die Arbeiten planmäßig, und weitere Materialveröffentlichungen befinden sich bereits in der Vorbereitung. Die Regierung verfolgt weiterhin die Strategie einer schrittweisen und konsequenten Informationsfreigabe, ohne dabei auf reißerische Ankündigungen zu setzen.
Die dritte Veröffentlichung festigt das Gesamtbild: Das UAP-Phänomen zeigt sich in vielfältigen Ausprägungen – von militärischen Sichtungen bis hin zu Begegnungen von Zivilisten. Jedes neue Paket liefert weitere Details, doch endgültige Antworten lassen noch auf sich warten. Dafür vergrößert sich der Bestand an zugänglichen Daten, die nun für jedermann zur Untersuchung bereitstehen.

