In einem alarmierenden Vorfall wurden in den letzten zwei Wochen über 400 gefährdete Oliven-Ridley-Schildkröten an der Ostküste Indiens in der Nähe von Chennai angespült, was die höchste Zahl seit über zwei Jahrzehnten darstellt.
Typischerweise verzeichnet die Küste jährlich zwischen 100 und 200 Schildkrötentode, aber in diesem Jahr wurden bereits über 200 in kurzer Zeit überschritten. Naturschützer sind besonders besorgt über die geringe Nestaktivität, da bisher nur vier Nester gefunden wurden.
Die massiven Todesfälle sind wahrscheinlich auf große Fischernetze zurückzuführen, die den Meeresboden durchkämmen und diese verletzlichen Schildkröten fangen und ertränken. Umweltschützer fordern bessere Praktiken unter den Fischern, einschließlich der Verwendung von Schildkrötenschutzeinrichtungen, die es den Schildkröten ermöglichen, aus den Netzen zu entkommen.
Oliven-Ridley-Schildkröten spielen eine entscheidende Rolle in marinen Ökosystemen, da sie hauptsächlich von Quallen leben. Ihr Rückgang könnte das empfindliche Gleichgewicht des Meereslebens stören. Diese Situation unterstreicht die Dringlichkeit effektiver Naturschutzmaßnahmen zum Schutz dieser alten Kreaturen und ihrer Lebensräume.