Archäologen haben in Frankreich eine 15.000 Jahre alte Frauenfigurine entdeckt, die Einblicke in die künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen des Jungpaläolithikums bietet. Die Entdeckung wurde in der Dordogne-Region im Südwesten Frankreichs in der Nähe von Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil bei Ausgrabungen unter der Leitung des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) gemacht. Die etwa 8 Zentimeter lange Figur ist aus Mammutelfenbein geschnitzt und zeigt übertriebene weibliche Merkmale, darunter breite Hüften, markante Brüste und ein stilisiertes Gesicht. Diese Merkmale ähneln denen, die in "Venusfigurinen" gefunden wurden, die mit der Gravettien-Kultur in Verbindung gebracht werden. Laut Prof. Randall White von der Universität Paris-Sorbonne werden solche Figuren vermutlich als Symbole für Fruchtbarkeit und Fülle angesehen. Die Radiokohlenstoffdatierung bestätigt, dass die Figur auf etwa 13.000 v. Chr. datiert. Dr. Marie Soressi vom CNRS stellte fest, dass die Fundstelle auch Steinwerkzeuge und Tierknochen enthielt, was darauf hindeutet, dass die Figur wahrscheinlich in einem rituellen Kontext und nicht als bloßer Alltagsgegenstand geschaffen wurde. Mikroskopische Analysen ergaben Spuren von rotem Ockerpigment auf der Oberfläche der Figur, was ihre Verwendung bei zeremoniellen Praktiken weiter belegt. Historiker haben möglicherweise auch den Marius-Kanal in Südfrankreich wiederentdeckt, der zwischen 104 und 102 v. Chr. von römischen Soldaten unter General Gaius Marius erbaut wurde. Geologische und geografische Studien stützen die Theorie, dass die Überreste eines Kanals südlich von Arles mit dem historischen Kanal übereinstimmen. Der Kanal wurde gebaut, um die Stadt Arles direkt mit dem Mittelmeer zu verbinden und so die sichere und schnelle Passage römischer Versorgungsschiffe zu gewährleisten, ohne das Rhone-Delta befahren zu müssen. Der Kimbernkrieg wurde 101 v. Chr. besiegt.
15.000 Jahre alte Frauenfigurine in Frankreich entdeckt wirft Licht auf die Kunst des Jungpaläolithikums
Edited by: Anna 🎨 Krasko
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